Navigationsbereich

Sie befinden sich hier:

Entrepreneurship-Training

Gründungsservice der Fachhochschule Potsdam

Logo FH Potsdam

Campus der Fachhochschule Potsdam © FH Potsdam

Prof. Dr. Enrico Sass © Linda Scholz

"Zu einer akademischen Gründungskultur gehören Lehrformate zur Businessplanung sowie Übungsfirmen, die nicht nur inhaltlichen Wissenszuwachs versprechen, sondern auch persönliche Kompetenzen wie Teamarbeit, Kundenempathie und kritische Reflexion trainieren. Darüber hinaus gilt es, in allen Fachbereichen nicht nur die berufliche Selbständigkeit als attraktive Karriereoption zu würdigen, sondern unternehmerisches Denken und Handeln auch als notwendige Kompetenz für angehende Führungskräfte im Angestelltenverhältnis hervorzuheben."

Prof. Dr. Enrico Sass, FH Potsdam, Leiter der Zentralen Einrichtung für Transfer, Unternehmen und Praxiskooperationen (ZETUP)

Was wurde bisher erreicht?

  • Einrichtung einer Gründungsprofessur für Existenzgründung und Managementtechniken
  • Aufbau einer fachbereichsübergreifenden Lehre in den Bereichen Entrepreneurship und Management
  • Gründung der "Zentralen Einrichtung für Transfer, Unternehmen und Praxiskooperationen (ZETUP)“, um Gründungsförderangebote, den Technologietransfer sowie Alumni- und Fundraising-Aktivitäten an der FH Potsdam zu bündeln. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entwickeln u.a. Lehr- und Beratungsformate, fertigen Gründerporträts an, legen QM-Standards fest und sind Ansprechpartner für Gründungsinteressierte, Unternehmen, Netzwerkpartner und Förderer.
  • Berufung von drei Forschungsprofessuren und Gründung des „Instituts für angewandte Forschung: Urbane Zukunft“

Highlight: Entrepreneurship- und Management-Lab (EML)

Mit dem Entrepreneurship- und Management-Lab (EML) hat die FH Potsdam ein Trainingsprogramm für gründungsinteressierte Studierende, Absolventen und Wissenschaftler geschaffen. Ziel ist es, innerhalb kürzester Zeit die Markttauglichkeit von Ideen zu testen und sie gemeinsam mit potenziellen Kunden weiterzuentwickeln. Dabei stehen Experimentierfreudigkeit, Schnelligkeit und Kreativität im Vordergrund. Im Ergebnis profitieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von

  • dem erlernten Management- bzw. Verwertungs-Know-how
  • der marktnahen Weiterentwicklung der eigenen Gründungsidee
  • den Kontakten zu Investoren, potenziellen Kunden und dem Zugang zu weiteren Gründungsservices

Entwickelt wurde das Programm von Enrico Sass, Professor für Existenzgründung und Managementtechniken und Leiter des ZETUP, sowie Tim Neugebauer, IT-Unternehmer, Dozent an der FH Potsdam und Beiratsmitglied im ZETUP.

Umsetzung

Pro Semester können sich 20 bis 26 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bzw. 12 Teams mit bis zu drei Personen beteiligen. Bewerben können sich Studierende, Absolventinnen und Absolventen und Wissenschaftler/innen aus allen Fachbereichen der FH Potsdam. Betreut werden sie von Prof. Enrico Sass und  Tim Neugebauer sowie den Mitarbeiterinnen des Gründungsservice. In einem Zeitraum von 12 Wochen treffen sich die Teilnehmer einmal wöchentlich, um insgesamt sieben aufeinander aufbauende Phasen zu durchlaufen:

  • "Onboarding",
  • "Teambuilding"
  • "Gründungsvision & Leistungsangebot"
  • "Markt- & Zielgruppenbestimmung"
  • "Nutzerzentrierte Angebotsentwicklung"
  • "Geschäftsmodellgestaltung" und
  • "Präsentation & Evaluation"

Zu jeder der o.g. Phasen werden Methoden angewandt, die dem Programm einen experimentellen Charakter verleihen. Damit möchten die Initiatoren des EML den Spaß am Ausprobieren und das Interesse am Weiterentwickeln unternehmerischer Ideen wecken. Zu den Methoden gehören u.a.:

  • Selbstprofil-Check (Reflexion von Persönlichkeitsmerkmalen und Karriereinteressen)
  • Teamentwicklungskompass (Reflexion der Interaktionsqualität/Teamzusammenarbeit)
  • Business Model Canvas (ganzheitliche Einordnung der Gründungsidee in ein Geschäftsmodell)
  • Persona-Konzept (Entwicklung eines archetypischen Kundenprofils)
  • Leitfadengestützte Experten-Interviews (Erschließung qualitativer Marktdaten)
  • Lean start up (agile, nutzerzentrierte Entwicklung der Gründungsidee)
  • SWOT-Analyse und Blue-Ocean-Strategy (Überprüfung des Geschäftsmodells)
  • Pitch Deck (Strukturierte Zusammenfassung des Geschäftsmodells für Präsentationen)

Frühzeitige Lernerfolge werden durch die zeitnahe Einbeziehung von potenziellen Anwendern bzw. Kunden erzielt, die durch ihr Feedback eine aufeinander aufbauende und marktnahe Weiterentwicklung der Gründungsidee fördern.

Erfahrungen

Das Interesse an dem Angebot ist sehr groß, da die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Kurs mit konkreten Ergebnissen abschließen. Im Sommersemester oder SoSe 2015 wurden acht Gründungsideen vorangetrieben, darunter ein Toolkit für die Planung und Erstellung multimedialer Exponate in Museen und Ausstellungen sowie einem Onlineshop für den Vertrieb von Designer-Möbeln.

Auf Grund der Nachfrage von Unternehmen aus der Region ist ein zweites Modul zur Intrapreneurship-Weiterbildung in Planung. Zielgruppe sind  Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Unternehmen.

Tipps zur Implementierung

  • Auf zeitliche Integration in die Studiengänge achten: Je interdisziplinärer das EML umgesetzt wird, desto schwieriger ist die Terminplanung. An der FH Potsdam wird bspw. für interdisziplinäre Kurse der Freitag freigehalten.
  • Bei Kolleginnen und Kollegen sowie bei Studierenden für Akzeptanz sorgen: Empfehlenswert ist die Begleitung durch eine/-n Unternehmer/-in als Co-Dozent/-in.
  • Angebot in die Transferförderung der Hochschule integrieren: Im Anschluss sollten Gründungsprojekte mit Potenzial u.a. vom Gründungsservice mit spezifischen Coachings weiter betreut werden.
  • Angebot sichtbar machen: Eine zunehmende Akzeptanz des Angebots sowie eine nachhaltige Gründer-Alumni-Verwaltung und -bindung tragen zur campusweiten Sichtbarkeit bei (Beispiele: Gründertalente-Pool, um Gründertalente und deren Projekte zu präsentieren; Maßnahmen zur Förderung des Erfahrungsaustauschs unter Gründerinnen und Gründern).
  • Bedarf dokumentieren: die Bedarfe der Gründerinnen und Gründer sollten systematisch erfasst werden. An der FH Potsdam wurde zu diesem Zweck das Begleitforschungsprogramm „Potsdamer Erkenntnisse zum Wissens- und Technologietransfer“ installiert.

Gründungsservice FH Potsdam © Gründungsservice FH Potsdam

Kontakt

Prof. Dr. Enrico Sass

Leiter Gründungsservice
Professur für Existenzgründung & Managementtechniken
Fachhochschule Potsdam
Kiepenheuerallee 5
14469 Potsdam

Tel.: 0331/580 2466
sass@fh-potsdam.de
www.fh-potsdam.de/zetup