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Start-ups internationalisieren

Aktivitäten der UnternehmerTUM an der Technischen Universität München

Gründerinnen und Gründer für den internationalen Markt fit zu machen, das hat sich die UnternehmerTUM auf die Fahnen geschrieben. Das An-Institut der Technischen Universität München ist heute Europas größtes Zentrum für Innovation und Gründung.

Gebäude des TUM Entrepreneurship Center Das Entrepreneurship Center der TU München und der UnternehmerTUM auf dem Campus Garching.
© Marcus Ebener / TUM

Wenn es darum geht, gründungsinteressierte Studierende, Absolventen, Mitarbeiter und Start-ups für den internationalen Markt vorzubereiten, zieht die UnternehmerTUM gleich mehrere Register: So kooperiert das Gründungs- und Innovationszentrum der TU München nicht nur mit Auslandshandelskammern, Konsulaten und bayerischen Initiativen wie Bayern International, sondern auch mit zahlreichen Entrepreneurship Centern im Ausland. Darüber hinaus betreiben die Münchener gemeinsam mit Partnern aus der Wirtschaft den internationalen Accelerator TechFounders, der Start-ups den Zugang zu potenziellen Kooperationspartnern aus der Industrie und Kapitalgebern ermöglicht. Das besondere dabei ist: TechFounders bietet nicht nur Gründungsteams der TU München Plätze an, sondern steht Start-ups aus aller Welt offen. Ein weiteres Programm ist TIE2 für international orientierte Innovationen. Bei dem deutsch-chinesischen Start-up-Austauschprogramm handelt es sich um ein zehntägiges Markt-Erkundungsprogamm für Gründerinnen und Gründer aus der TU München und der Tsinghua Universität in Peking.

Internationale Ausrichtung: überlebenswichtig für Start-ups

Die Fäden für diese und viele weitere internationale Aktivitäten an der UnternehmerTUM laufen bei Sabine Mattern zusammen. Sie ist Projektleiterin für internationale Kooperationen im Entrepreneurial Network der UnternehmerTUM und erklärt, warum sich das Gründungszentrum der TU München so sehr für die Internationalisierung seiner Start-ups einsetzt: "Viele Gründer denken, dass der deutsche Markt groß genug ist, um mit ihren Start-ups erfolgreich zu starten. Der weltweite Vergleich zeigt aber, dass Start-ups aus kleineren Ländern langfristig erfolgreicher sind. Der Grund ist: Sie richten ihr Geschäftsmodell von vornherein auf den internationalen Markt aus und bereiten sich gezielt darauf vor. Aus unserer Sicht ist dieses Bewusstsein enorm wichtig - nicht nur vor dem Hintergrund einer zunehmenden weltweiten Digitalisierung, sondern auch, weil junge Unternehmen sonst Gefahr laufen, in ihrem Wachstumsprozess ausgebremst zu werden."

Erste Schritte auf dem europäischen Markt

Eines der wichtigsten Programme, um gründungsinteressierte Studenten und Start-ups mit ausländischen Märkten vertraut zu machen, ist dabei das

EU-Programm ERASMUS for Young Entrepreneurs. Für Sabine Mattern hat das Programm gleich mehrere Vorteile: "Durch die unmittelbare Praxisnähe bietet ERASMUS for Young Entrepreneurs den Teilnehmern eine sehr gute Möglichkeit, das unternehmerische Handwerkszeug zu lernen. Die Teilnehmer verbringen bis zu sechs Monate, auf Wunsch auch weniger, in einem Unternehmen eines EU-Mitgliedstaates und erleben in dieser Zeit einen intensiven Austausch mit dem Unternehmensinhaber, ihrem Host. Hinzu kommt der internationale Charakter des Programms: Die Unternehmenskultur und der Markt in Schweden, Belgien oder Spanien funktionieren einfach anders als in Deutschland. Das lässt sich aber nur wirklich nachvollziehen, wenn man sich eine Weile in den Ländern aufgehalten und dadurch ein besseres Verständnis für die jeweiligen Kundenbedürfnisse, Produktionsbedingungen und Vertriebsstrukturen gewonnen hat. Und sie haben die seltene Chance, ihren Host im Arbeitsalltag zu begleiten und bei wichtigen Entscheidungen dabei zu sein. Auch das sind wertvolle Erfahrungen und Eindrücke für junge Gründer."

Die UnternehmerTUM ist eine der neun deutschen Vermittlungsstellen, die von der Europäischen Kommission ausgewählt wurden, um den Teilnehmern von Erasmus mit Rat und Tat zur Verfügung zu stehen. Wobei die UnternehmerTUM den Schwerpunkt auf technologieorientierte Gründerinnen und Gründer legt. Viele der deutschen Bewerber, die von Sabine Mattern betreut werden, bevorzugen dabei die skandinavischen Länder mit ihren bekanntermaßen sehr guten Start-up-Ökosystemen. Auch Großbritannien, insbesondere London, ist wegen seiner attraktiven Finanzierungsmöglichkeiten bei Gründerinnen und Gründern aus Deutschland beliebt. Und wer perspektivisch den südamerikanischen Markt anpeilt, nutzt nicht selten Spanien als Sprungbrett, so die Erfahrung von Sabine Mattern. Interessant ist, dass auch Unternehmen, sprich: Hosts, in Portugal gefragt sind. Der Grund, so Sabine Mattern: "In Portugal gibt es sehr viele gute Programmierer, die zu günstigen Preisen arbeiten. Hinzu kommen die häufigen und billigen Flugverbindungen zwischen  München und Lissabon. Von daher gibt es viele Start-ups, die an ERASMUS teilnehmen, um sich über den portugiesischen IT-Markt zu informieren und dann eventuell zu einem späteren Zeitpunkt Programmierer in Portugal zu beschäftigen. Außerdem kooperieren wir mit Beta-i in Lissabon, einem der größten Startup-Programme in Portugal, das auch den Teilnehmern von ERASMUS offen steht."

Die Beispiele zeigen: Internationale Kooperationen sind ein wichtiges strategisches Thema für die UnternehmerTUM und deren Teams. Nicht zuletzt, weil sie insbesondere für technologie- und wachstumsorientierte Start-ups eine sehr wichtige Rolle spielen, müssen internationale Märkte von Anfang an in der Konzeption  mitbetrachtet werden. "Wir werden entsprechende Angebote daher auch zukünftig weiter ausbauen", ist Sabine Mattern überzeugt.

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