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Stiftung fördert Gründer

Technische Universität Dortmund

Campus Technische Universität Dortmund © TU Dortmund

"Gründungskultur zeichnet sich dadurch aus, dass Absolventinnen und Absolventen eine Unternehmensgründung als gleichwertige berufliche Option zu einer Angestelltentätigkeit in Betracht ziehen. Voraussetzung dafür ist die Vermittlung von unternehmerischem Denken und Handeln. Es befähigt dazu, sowohl in einer angestellten als auch unternehmerisch selbständigen Tätigkeit einen eigenständigen Mehrwert zu schaffen.

Prof. Dr. Andreas Liening, Lehrstuhl Entrepreneurship und Ökonomische Bildung, Technische Universität Dortmund

Was wurde bisher erreicht?

  • Etablierung von tu>startup als Anlaufstelle für Gründungsinteressierte aus der TU Dortmund und der Region
  • Vermittlung von heterogenem, fächerübergreifendem unternehmerischen Denken und Handeln. Die Veranstaltungen werden von den Angehörigen aller 16 Fakultäten der TU Dortmund angenommen.
  • Zunahme der Gründungsbereitschaft bei Angehörigen der TU Dortmund
  • Gründung der tu>startup STIFTUNG unter dem Dach der Dortmund Stiftung gemeinsam mit regionalen Förderern, um zukunftsweisende Forschungs-, Lehr- und Transferprojekte zu finanzieren

Highlight: tu>startup STIFTUNG in der Dortmund-Stiftung

Ein auf Dauer angelegtes Instrument der Gründungsförderung zu schaffen, das dazu beiträgt, Dortmund und die Region zu einem Modellstandort für Gründungen aus der Wissenschaft zu entwickeln - das hatten die Initiatoren im Sinn, als sie im September 2014 die tu>startup STIFTUNG ins Leben riefen. Die Initiatoren - das sind die Technische Universität Dortmund, das TechnologieZentrumDortmund, die Wirtschaftsförderung der Stadt Dortmund und die Dortmund-Stiftung. 

Aufgabe der tu>startup STIFTUNG ist es, die Gründungsunterstützung an der TU Dortmund finanziell mit abzusichern und für Impulse zu sorgen, die die Gründungskultur auf dem Campus und in der Region kontinuierlich stärkt. Mit Unterstützung so genannter tu>startup PIONIERE soll in den nächsten Jahren ein Stiftungsvermögen von 500.000 Euro aufgebaut werden. Zusätzlich erhoffen sich die Initiatoren ein jährliches Budget von 50.000 Euro durch Spendeneinnahmen.

Warum eine Stiftung und kein Verein? Für eine Stiftung sprach der Wunsch nach einer engeren Partnerschaft mit dem TechnologieZentrumDortmund und der Wirtschaftsförderung Dortmund und einer stärkeren Einbindung in die Strukturen am Standort. Insofern lag es nahe, mit der seit 2000 bestehenden Dortmund-Stiftung zu kooperieren. Deren Ziel ist es, die Rahmenbedingungen am Standort zu verbessern. Sie fördert zahlreiche Projekte in Wissenschaft und Forschung, Bildung und Erziehung. 

Ein weiteres Argument pro Stiftung: Ein Verein hat in der Regel viele Mitglieder, die sich mit kleineren Geldbeträgen beteiligen. Die Dortmunder möchten dagegen mit ihrer Stiftung deutlich machen, dass man in größeren Beträgen und Strukturen denkt. Darüber hinaus bietet eine Stiftung ihren Förderern attraktive Optionen: So können der tu>startup-Stiftung weitere unselbständige Stiftungen angegliedert werden. Dann zum Beispiel, wenn Unternehmer, die beispielsweise einen Teil ihres Erbes spenden und ihren Namen als Stifter verewigt sehen möchten.

Vorbereitung: Um die tu>startup STIFTUNG auf den Weg zu bringen, wurde 2012 ein Lenkungskreis aus Vertretern der Hochschulleitung, Projektpartnern, Stiftungsexperten, Experten in der Drittmittelbewirtschaftung sowie Steuerexperten ins Leben gerufen. Zu deren zentralen Aufgabe gehörte die Ausarbeitung einer Satzung und eines Vertrags mit der Dortmund-Stiftung als Rechtsträger  sowie die Kommunikation mit den Finanzbehörden. Das Andocken an eine bestehende Stiftung hatte im Übrigen den Vorteil, dass keine 100.000 Euro Mindestkapital eingebracht werden mussten. 

Koordination: Mit dem Start der tu>startup STIFTUNG, Ende 2014, ging die Gründung eines Kuratoriums mit 13 Vertretern der TU Dortmund sowie aus Kultur, Wirtschaftsförderung, Steuerberatung, Banken und von Unternehmen einher. Auch Startup-Alumni der Hochschule sind dabei. Das Kuratorium tagt dreimal jährlich und legt anhand eines Wirtschaftsplans fest, wie die Stiftungsgelder auf Grundlage der Satzung eingesetzt werden können. Für 2016 wurde beispielsweise beschlossen, die Veranstaltung „Neujahrssymposium der Ökonomischen Bildung" zu unterstützen. Darüber hinaus sollen in einer Broschüre Spin-offs aus der Fakultät Informatik der TU-Dortmund präsentiert werden, die in den letzten 20 Jahre entstanden sind. Und es wird ein Sonderpreis NRW im Rahmen des bundesweiten Schulwettbewerbes "Jugend gründet" ausgelobt. 

Finanzierung: Mit der regionalen  Kampagne "Werden Sie tu>startup PIONIER" werden Unternehmer, Privatpersonen oder auch Institutionen gesucht, die mit Spenden und Zustiftungen die tu>startup STIFTUNG unterstützen. Als Würdigung erhalten die Pioniere

  • Informationen über Innovationen und Gründungstrends
  • die Möglichkeit zur Zusammenarbeit mit Gründern
  • Informationen über attraktive Investitionsmöglichkeiten
  • Zugang zu einem Fördernetzwerk mit interessanten Partnern 

Insgesamt 20 Pioniere, darunter auch Start-ups-Alumni der TU Dortmund, sollen bis Ende 2016 gewonnen werden.

Erfahrungen: Mit der Kampagne „Werden Sie tu>startup PIONIER" konnten bisher acht tu>startup-Pioniere (Stand: 2/2016), mit Zuwendungen im vier- und fünfstelligen Bereich gewonnen werden. Dazu gehören die Wirtschaftsförderung Dortmund, das TechnologieZentrumDortmund, die Sparkasse Dortmund und die Stiftung der Dortmunder Volksbank sowie Unternehmerinnen und Unternehmer aus verschiedenen Branchen.  

Ausschlaggebend dafür, sich für die Stiftung zu engagieren, waren für die Pioniere der Kontakt zur Hochschule, zu innovativen Ideen und Start-ups und die Vernetzung mit anderen potenziellen Förderern. Dabei nehmen die Veranstaltungen an der Hochschule, eine wichtige Rolle ein. Insbesondere öffentlichkeitswirksame Veranstaltung wie das Neujahrssymposium mit bundesweit bekannten Persönlichkeiten bieten nicht nur gute Möglichkeiten der Vernetzung, sondern zeigen auch, dass das Thema Gründungskultur an der TU Dortmund eine herausragende Rolle spielt. 

Tipps            

  • Von Beginn an die Hochschulleitung, Alumni-Start-ups, Unternehmerinnen und Unternehmer, regionale Gründungsakteure an Konzeption beteiligen
  • Sich über nationale und internationale Good-Practice-Beispiele informieren
  • Gemeinnützigkeit der Stiftung sicherstellen
  • Externen Sachverstand nutzen
  • Ausreichend Zeit einplanen (ein bis zwei Jahre)

Kontakt

Sebastian Hanny

tu>startup STIFTUNG in der Dortmund-Stiftung
Technische Universität Dortmund
Gründungsinitiative tu>startup
Baroper Str. 283
44227 Dortmund

Tel.: 0231 755-5522
sebastian.hanny@tu-dortmund.de 
www.tu-startup.de  

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