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Gründungsservice für Wissenschaftler

Technische Universität München

Mehr unternehmerisch aktive Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wünschen sich die "Gründungsaktivisten" an der Technischen Universität München (TUM). Mit ihrem Projekt TUMentrepreneurship bietet die vom BMWi ausgezeichnete EXIST-Gründerhochschule damit beste Voraussetzungen.

"Für Studierende und Absolventen haben wir bereits jede Menge guter Angebote", freut sich Bettina Burger, Projektmanagerin von TUMentrepreneurship an der Technischen Universität München. "Es gibt allein über 30 curriculare Veranstaltungen und in 55 unserer Bachelor- und Masterstudiengänge können Entrepreneurship-Veranstaltungen angerechnet werden. Wir haben außerdem sehr gute außercurriculare Angebote, wie zum Beispiel das Manage-and-More-Programm, bei dem die Studierenden in 18 Monaten eine unternehmerische Qualifizierung durchlaufen." Dabei sei, betont Bettina Burger, wenn sie von "wir" spricht, nicht nur die Hochschule, sondern auch die UnternehmerTUM GmbH gemeint.

Eingang zur TU München Eingang zur TU München in der Innenstadt
© TUM

UnternehmerTUM: Motor für Gründungen

Die UnternehmerTUM GmbH, das Zentrum für Innovation und Gründung an der Technischen Universität München, ist in drei Gesellschaften unterteilt:

Die gemeinnützige UnternehmerTUM gGmbH ist für die unternehmerische Qualifizierung und Gründungsförderung an der Hochschule zuständig.

Die UnternehmerTUM Projekt GmbH bietet kostenpflichtige Beratung und Begleitung für Gründerinnen und Gründer außerhalb der TU München an.

Und die UnternehmerTUM-Fonds Management GmbH unterstützt junge Technologieunternehmen mit einer geeigneten Finanzierung.

Die UnternehmerTUM GmbH steht bereits seit über zehn Jahren hinter den Gründungsaktivitäten der Hochschule. Die rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des An-Instituts tragen maßgeblich zu dem positiven Gründungsklima an der Hochschule bei. "Aufgabe der UnternehmerTUM ist es, forschungsbasierte Ideen und Technologien mit Hilfe wachstumsorientierter Unternehmen zu innovativen Produkten und Dienstleistungen weiterzuentwickeln", sagt Dr. Helmut Schönenberger, Mitgründer und Geschäftsführer der UnternehmerTUM.

Die UnternehmerTUM GmbH arbeitet dabei eng zusammen mit dem TU-Hochschulreferat Forschungsförderung & Technologietransfer, TUM ForTe.

Beide sind zuständig für die Beratung technologiebasierter und wachstumsorientierter Gründungsprojekte. Zur Beratung gehören:

  • die allgemeine Gründungsberatung,
  • die Beratung zu Patentierung und Lizenzierung,
  • die Betreuung von Antragstellungen für EXIST- und Go-Bio-Förderungen sowie das bayerische FLÜGGE-Programm im Zusammenspiel mit der Hochschulverwaltung.

Spin-Off-Prozess für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

Um Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für das Thema Unternehmensgründung zu begeistern, haben die Gründungsakteure der TU München und der UnternehmerTUM einen Spin-Off-Prozess entwickelt.

Die Mitarbeiter der UnternehmerTUM und des TUM ForTe begleiten "ihre" Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von der ersten Sensibilisierung über die Gründungsqualifizierung, dem Matching der Gründungsteams bis hin zur Gründung des Start-ups und der anschließenden Wachstumsphase.

Unterstützt wird der Spin-Off-Prozess durch drei flankierende Elemente:

Grafik zum Projekt TUMentrepeneurship

Entrepreneurship-Culture

Um das Interesse bei Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für die berufliche Selbständigkeit zu wecken, setzen die TU München und UnternehmerTUM viele Hebel in Bewegung: Veranstaltungen, ein Ideenwettbewerb, persönliche Gespräche und die deutlich wahrnehmbare Präsenz des Gründungsthemas an der Hochschule sollen zeigen, dass hier optimale Bedingungen für Gründerinnen und Gründern herrschen.

Entrepreneurship-Netzwerk

Zu diesen optimalen Bedingungen gehört auch das weitverzweigte Gründungsnetzwerk der TU München und der UnternehmerTUM. Start-ups erhalten hier nicht nur Zugang zu Mentoren und Business Angels, sondern auch zu potenziellen Mitarbeitern und - auf Grund der guten Kontakte zur Industrie - auch zu potenziellen Pilotkunden.

Entrepreneurship-Forschung

Zwischen Entrepreneurshipforschung, Gründungsberatung und Qualifizierung herrscht an der TU München ein reger Austausch. Das Forschungsinstitut konnte mit Hilfe der Förderung als EXIST-Gründerhochschule ausgebaut und mit drei Nachwuchsprofessoren besetzt werden. Deren Aufgabe ist es, den Lebenszyklus von Ausgründungen genau unter die Lupe zu nehmen, um Best Practice-Methoden für wachstumsorientierte Technologieunternehmen sowie Instrumente für die Gründungsberatung zu entwickeln.

Studierende der TUM am Campus Garching im Gespräch Studierende der TUM am Campus Garching
© TUM

Patente durch Ausgründungen verwerten

Eine weitere wichtige Rolle, um den Gründergeist bei Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu wecken, ist die standardisierte Erfindermeldung der TUM Hochschule. Dabei wird jeder Antragsteller gefragt, ob eventuelle auch eine Unternehmensgründung in Betracht käme. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bzw. Erfinderinnen und Erfinder, die sich tatsächlich für eine unternehmerische Karriere entscheiden, können die Option auf eine exklusive Lizenz zur Nutzung des Patents erhalten. "Sie müssen dann innerhalb von sechs Monaten nachdem sie ihre Gründungsabsicht geäußert haben, einen Businessplan vorlegen. Anschließend entwickelt unsere Patent- und Lizenzbüro gemeinsam mit dem Erfinder eine Verwertungsstrategie. Mit dabei ist immer auch die Bayerische Patentallianz."

Idealerweise wird anschließend, während der Gründungsphase, der exklusive Lizenzvertrag geschlossen. Er enthält in der Regel eine Kaufoption für das Patent.

Die TU München wird im Gegenzug am Umsatz beteiligt. Insgesamt hat sich die Patentstrategie an der TU München sehr bewährt, denn: Für viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ist es tatsächlich das erste Mal, dass sie sich mit der beruflichen Option einer Unternehmensgründung auseinandersetzen.

Gekürzte Fassung aus EXIST-news Nr. 2/August 2013