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Das 1.500. EXIST-Gründerstipendium geht an Projekt zur Unterstützung von Flüchtlingen

Datum
15.09.2016

Gründerterteam IntegrAi.de Oliver Hunke vom BMWi übergibt die Urkunde an das Gründerteam von IntegrAi.de: Thomas Glaser, Bianca Heim und Joscha Riemann (v.l.n.r.).
© Projektträger Jülich/ T. Großmann

Seit dem Start des BMWi-Förderprogramms EXIST-Gründerstipendium in 2007 haben insgesamt 1.500 junge innovative Start-ups vom BMWi eine Förderung erhalten. Das 1.500. Gründungsstipendium erhält das Projekt „integrAi.de“ aus Würzburg. Mit Hilfe der EXIST-Förderung sollen Dienstleistungen zur schnelleren und passgenauen Integration der Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt für Städte und Gemeinden entwickelt werden. Neben Schulungsmaßnahmen für ehrenamtliche „Job Coaches“ soll die Vermittlung durch eine spezielle Software unterstützt werden.

Bundesminister Gabriel: „Die Integration der Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt ist eine zentrale Herausforderung für Bund, Länder und Gemeinden. Dabei sind wir auf innovative Problemlösungen angewiesen. Mit unserem erfolgreichen Programm EXIST fördern wir nicht nur technologieorientierte Start-ups. Wir unterstützen auch erfolgversprechende Gründungsideen für Sozialunternehmen, die Lösungen für gesellschaftspolitische Fragen mit innovativen Ansätzen entwickeln.“

Das Gründerteam wird im Rahmen des 32. EXIST-Workshops ausgezeichnet, zu dem sich am 15./16. September rund 150 Vertreterinnen und Vertreter der deutschen Hochschulgründerszene an der Beuth-Hochschule für Technik Berlin treffen.

Das 2007 vom Bundeswirtschaftsministerium eingeführte EXIST-Gründerstipendium soll Studierenden, Wissenschaftlern und Absolventen den Start in die unternehmerische Selbständigkeit erleichtern. Die Förderung erfolgt in Form eines einjährigen personengebundenen Stipendiums zur Sicherung des Lebensunterhalts der maximal drei Gründerinnen und Gründer. Zusätzlich erhalten die Stipendiaten bis zu 35.000 Euro für Sachmittel und unternehmerisches Coaching. Seit 2007 wurden 1.500 Gründungsprojekte mit dem EXIST-Gründerstipendium an 220 Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen in ganz Deutschland gefördert. Jedes Jahr kommen 150-200 neue Projekte hinzu. 

Zur Integration von Flüchtlingen hat das Bundeswirtschaftsministerium eine Reihe von Programmem ins Leben gerufen. So unterstützen zum Beispiel rund 150  „Willkommenslotsen“ kleine und mittlere Unternehmen bei der Integration von Flüchtlingen in die Betriebe. Das Netzwerk „Unternehmen integrieren Flüchtlinge“ bietet knapp 800 Mitgliedsunternehmen eine Plattform, praxisrelevante Informationen zur Beschäftigung von Flüchtlingen auszutauschen unter ermuntert mit Good-Practice-Beispielen und wichtigen Praxis-Tipps weitere Betriebe dazu, sich für Flüchtlinge zu engagieren. Auch das vom BMWi geförderte Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung und das BQ-Portal zur Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse unterstützen mit ihren Informations- und Beratungsangeboten Betriebe und Kammern, die Flüchtlingen den Einstieg in die Arbeitswelt ermöglichen wollen.