EXIST-Gründungskultur

Freie Universität Berlin und Charité – Universitätsmedizin Berlin

Seit 2009 arbeitet die Freie Universität Berlin mit der Charité, dem gemeinsamen medizinischen Fachbereich von Freier Universität Berlin und Humboldt-Universität zu Berlin, in der Gründungsförderung zusammen. Unter dem Dach der „Entrepreneurial Network University“ (ENU) soll die Kooperation nun eine neue Qualität erreichen und auf weitere Partner ausgeweitet werden. Die Transformation hin zu einer nachhaltigen, hochschulweiten Gründungskultur wird von den Leitungen beider Einrichtungen engagiert unterstützt und durch Kommunikationsmaßnahmen begleitet.

Transfer- und Verwertungsstrategie

Eine übergreifende Transfer- und Verwertungsstrategie soll dazu beitragen, Forschungsergebnisse systematisch in Ausgründungen zu überführen. Monetäre und nicht-monetäre Anreize machen den Technologietransfer und Ausgründungen für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler attraktiv. Gründungsaffinität wird als Kriterium im Berufungsleitfaden für Professuren verankert. Auch die Hochschulverwaltung wird qualifiziert und motiviert, eine aktive Gründungskultur zu unterstützen. Administrative Prozesse und Regelwerke, z.B. zur Nutzung von Räumlichkeiten und Laboren durch Spin-Offs, werden vereinfacht und in einem transparenten Leitfaden abgebildet.

Komponentenbasierte Entrepreneurship Education

Mittels einer praxisnahen, komponentenbasierten Entrepreneurship Education wird ein großer Anteil der Studierenden, Wissenschaftler und Alumni für die Selbständigkeit sensibilisiert und qualifiziert. Inhalte für Studierende und Lehrende werden auf einer internetbasierten Lern- und Austauschplattform bereitgestellt. Durch Modularisierung wird eine hohe Bedarfsorientierung erreicht. Lehrende verschiedener Fachbereiche werden geschult, greifen auf das zentrale Angebot zurück und verankern Entrepreneurship als Querschnittsthema dezentral in ihren Studiengängen.

Branchenspezifische Gründungsunterstützung

Die Zahl der Gründungsideen soll durch clusterspezifische Ideenwettbewerbe deutlich erhöht werden. Die besten Gründungsideen werden, teilweise unterstützt durch themenspezifische Prä-Inkubatoren und Innovationsmanager, systematisch in erfolgreiche Geschäftsmodelle überführt. Der Schwerpunkt liegt auf Gründungen in den zentralen Clustern der Innovationsstrategie Berlin – Brandenburg: „Gesundheitswirtschaft“ und „IKT-, Medien- und Kreativwirtschaft“. Darüber hinaus sollen unternehmerisch erfahrene Alumni und Wirtschaftspartner dafür gewonnen werden, Kapital in einen Seed-Fonds zu investieren; dieser Fonds soll Ausgründungen in der frühen Phase eine lückenlose Finanzierung ermöglichen.

Vernetzung

Unternehmen und Wirtschaftspartner werden durch den 2012 gegründeten Alumni-Verein „Netzwerk Unternehmertum der Freien Universität Berlin“ (NUFUB) und ein Technologie- und Gründungszentrum auf dem Campus eng mit der ENU verbunden. In Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Unternehmertum wird das Fundraising (Spenden und Sponsoring) ausgebaut. Auch ein systematisches Mentoringprogramm und Pool von potenziellen Mitgründern und Start-up-Mitarbeitern sollen gemeinsam mit dem Alumni-Verein aufgebaut werden.

Kontakt:

Steffen Terberl
Teamleiter Wissens- und Technologietransfer
Freie Universität Berlin
Kaiserswerther Straße 16-18
14195 Berlin
Tel.: 030 838 73609
Fax: 030 838 73666
steffen.terberl@fu-berlin.de
www.profund.fu-berlin.de (www)