EXIST-Gründungskultur

High-Expectation-Entrepreneurship (HEE)

  • Otto von Guericke-Universität Magdeburg

Das Projekt High-Expectation Entrepreneurship (HEE) will besonders Erfolg versprechende Gründungsvorhaben beim "Sprung ins kalte Wasser" des Marktes unterstützen.
"Es ist doch klar, dass wir in Sachsen-Anhalt Arbeitsplätze schaffen müssen", sagt Olaf Gaus. Er ist Koordinator des Impuls-Netzwerkes am Interaktionszentrum der Uni Magdeburg. „Und es ist auch klar, dass das vor allem über Gründungen funktioniert. Viele Gründungsvorhaben bleiben aber hinter den Erwartungen zurück. Also haben wir uns etwas einfallen lassen".

Vorhaben mit Wachstumspotenzial identifizieren

Die Idee ist: HEE will speziell solche Unternehmensgründungen fördern, die ein besonders großes Wachstumspotenzial haben. Damit ist gemeint, so Olaf Gaus: „Sie wachsen schnell, und sie schaffen viele Arbeitsplätze“. Dieses Potenzial haben – das weiß man hier aus einer Reihe von Studien – vor allem Projekte aus dem naturwissenschaftlich-technisch-medizinischen Bereich. Und es sind oft wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oder Hochschulabsolventen, die diese Gründungen wagen“.

Um derartige Gründungsprojekte zu finden, prüfen mittlerweile zwei spezialisierte HEE-Businessplan-Teams alle verfügbaren Businesspläne im Lande auf ihre Erfolgswahrscheinlichkeit. Businesspläne gibt es dabei zu Hauf: bei der ego.Initiative, den Uni-Netzwerken, dem Businessplan-Wettbewerb und auch unter den Finanzierungsanfragen, die an das Business Angels Netzwerk in Sachsen-Anhalt gerichtet werden.

Businesspläne neu ausrichten

Die ausgewählten Vorhaben werden in einem dreistufigen Prozess unter die Lupe genommen und bei Bedarf strategisch neu ausgerichtet. Dabei überarbeiten die Gründerinnen und Gründer gemeinsam mit dem Businessplan-Team die Geschäftskonzepte und stellen sie jeweils dem „Roundtable“ vor. An diesem Runden Tisch sitzen Unternehmer, Banker, Juristen und – ganz wichtig – das Business Angels Netzwerk in Sachsen-Anhalt. „Hört sich aufwändig an“, sagt Olaf Gaus, „ist aber für die Realisierung hoher Erwartungen unerlässlich. Wir müssen – wenn wir zum Beispiel über einen Kapitalbedarf von 500.000 Euro reden – so präzise wie möglich vorgehen, um unsere Kapitalgeber zu überzeugen. Und wir wollen keine Flops“.

Um diese zu verhindern versuchen die HEE-Strategen die ausgewählten Businesspläne bei der Neuausrichtung in Nischen des Marktes zu manövrieren, in denen sie beispielsweise mit möglichst wenig Wettbewerb rechnen müssen. Olaf Gaus: „Wenig Wettbewerb gibt es etwa bei einem Innovationsvorsprung. Wir suchen unter dem Strich nach der so genannten „Blue Ocean Strategie“, um sozusagen unberührte Fanggründe abschöpfen zu können“.

  • Identifizieren von Gründungsprojekten mit besonderem Wachstumspotenzial
  • Strategische Neuausrichtung
  • Finanzierung durch strategische Partner Business Angels

Kontakt

Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Fakultät für Wirtschaftswissenschaft
Lehrstuhl Betriebswirtschaftslehre, insb. Entrepreneurship
Prof. Dr. Matthias Raith
Postfach 4120
39016 Magdeburg
Tel.: 0391 67-18436
raith@ww.uni-magdeburg.de (email)
www.uni-magdeburg.de (www)