Universität Bremen
Hochschule Bremen
Bremer Investitions-Gesellschaft

"Als wir den Abschlussbericht für EXIST-Transfer geschrieben hatten, haben wir gesehen, dass es noch weiße Flecken auf der Karte unserer Gründungs-förderung gibt. Die wollen wir jetzt beseitigen. Deswegen ist der Titel unseres Antrags auch gewesen: ‚Lücken füllen – Output erhöhen’", sagt Holger Ruge von BRIDGE.
Zielgruppe sind - neben Absolventinnen und Absolventen - die außeruniversitären Forschungsinstitute in Bremen: Fraunhofer-Institut, Max-Planck-Institut und Alfred Wegener-Institut. Dazu kommt das Thema "Unter-nehmensübernahme".
Friend-Raising statt Fund-Raising
Um Alumni anzusprechen haben sich die BRIDGE-Akteure von Universität Bremen, Hochschule Bremen und Bremer Investitions-Gesellschaft dabei etwas Besonderes ausgedacht. Holger Ruge: "Wir wollen kein Geld sammeln, sondern diejenigen identifizieren, die uns unterstützen können: Friend-Raising statt Fund-Raising. Wir haben dafür eine englische Agentur engagiert, die damit Erfahrung hat. Die hat zuerst Studenten geschult. Die wiederum haben dann über 1.000 Absolventen angerufen um herauszufinden, wie viele davon Gründerinnen oder Gründer und wie viele an einer Gründung interessiert sind." Immerhin, so Holger Ruge, gebe es viele, die seit einigen Jahren in einem Unternehmen aktiv seien und im mittleren Management "karrieremäßig" feststeckten. Darüber hinaus habe man versucht, praxiserfahrene Wirtschaftsfachleute wie z.B. Steuerberater, Rechtsanwälte oder Branchenfachleute zu gewinnen: als Ratgeber für Gründerinnen und Gründer. "Auf diese Weise haben wir 108 Berater gefunden, die bereit sind, uns zu unterstützen. Und 60 Personen, die mit Hilfe von BRIDGE den Schritt in die Selbständigkeit wagen wollen."
Kontakt zu innovativen Keimzellen
Um außerdem mehr wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der außeruniversitären Forschungsinstitute zum Schritt in die Selbständigkeit zu bewegen, haben die Bremer BRIDGE-Akteure eine eigene Transferstelle eingerichtet. "Unser Betreuungscenter", erklärt Holger Ruge. "Mit einer Mitarbeiterin, die persönlich und direkt Kontakt zu den innovativen Keimzellen an den Instituten sucht. Die so herausfinden soll, ob jemand eine tolle Idee hat, mit der man gründen könnte." Und die in diesem Fall deutlich macht, welche Hilfen BRIDGE bei einer Gründung anbietet, dass die Universität oder die Fachhochschule dafür einen Testraum bieten und sich vielleicht sogar an einem neuen Unternehmen beteiligen würden.
Auch um dafür zu sorgen, dass möglichst viele zur Übernahme anstehende Unternehmen einen Nachfolger finden, geht man in Bremen bevorzugt auf Alumni zu. "Weil wir denken", so Holger Ruge, "dass man auch für diesen Fall in Frage kommende Übernehmerinnen und Unternehmer eher bei den Absolventen findet. Die haben Berufserfahrung und eventuell auch schon Kapital beisammen, um sich in ein attraktives Unternehmen einzukaufen. Wir gehen dabei vor allem auch zu den Ingenieuren: Die sind nämlich prädestiniert für die Übernahme von Handwerksbetrieben. Und wir zeigen - wem auch immer – dann, was es bei einer Übernahme alles zu beachten gibt."
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EXIST III