Hochschule München
Strascheg Center for Entrepreneurship

"Wir haben 14.000 Studierende und 14 Fakultäten", berichtet Klaus Sailer. Er ist Professor für Entrepreneurship an der Hochschule München, der ehemaligen Fachhochschule (FH). „Das heißt, wir sind sowohl in den technischen Bereichen wie Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik als auch in der Betriebswirtschaftlehre, im Sozialwesen oder Design gut aufgestellt.“ Diese Vielfalt der Studienrichtungen versteht man hier als besondere Chance für Gründungen aus der Hochschule. „Weil wir über das Potenzial verfügen, in interdisziplinären Teams das komplette Know-how für eine Gründung abzudecken.“
Vorlesungen und Seminare für Gründungsinteressierte gibt es dabei bereits seit Jahren. Im Jahr 2002 wurde an der damaligen FH das Strascheg Center for Entrepreneurship ins Leben gerufen, 2006 der erste EXIST-SEED-Antrag gestellt. Aber das soll nicht alles gewesen sein. Motto des aktuellen EXIST-III-Projekts ist „MORE“ - Motivation and Responsibility. Klaus Sailer: „Wir wollen mehr Studierende erreichen als bisher und unser Angebot so ausbauen, dass es auch nach EXIST III funktioniert.“
Motivation und Qualifizierung
Erst einmal geht es uns noch gar nicht um Gründung“, erklärt Klaus Sailer, „sondern darum, Eigenverantwortung und Eigenständigkeit bei den Studierenden zu fördern.“ Zu dieser ersten Säule gehören beispielsweise eine Ringvorlesung, zu der man Unternehmerinnen und Unternehmer als Referenten einladen will, oder eine Summer-School, die - wie weitere regionale Entrepreneurship-Aktivitäten auch - gemeinsam mit der Ludwig-Maximilians-Universität und der Technischen Universität München auf die Beine gestellt werden soll.
Gründungsförderung
Die zweite Säule: aktives Ideen-Scouting und Gründungsförderung. Klaus Sailer: „Bei unserer bisherigen Gründerberatung kommen die Teams, die eine Idee haben, zu uns. Wir drehen den Spieß jetzt um und gehen auf Professoren oder Studierende zu, um Ideen zu entdecken und dann zu fördern.“ Die Förderung besteht dabei aus einem Prä-Inkubator in der Hochschule: Räume, Werkstätten, Telekommunikation, Beratung und Mentoring durch Professoren. “Diese zweite Säule soll auch eine Lücke schließen: zwischen der Ideenfindung und dem Antrag auf ein EXIST-Gründerstipendium, indem sie Gründerteams zusammenbringt, für Beratung und Unterstützung sorgt und zu einem ersten Verwertungskonzept führt.
Wirtschaft einbeziehen
Eine Lücke zu schließen ist auch die Aufgabe der dritten Säule. Sie soll beitragen, Studierende und Wirtschaft einander näher zu bringen. „Dazu werden wir ein Netzwerk von Unternehmerinnen, Unternehmern und Alumni aufbauen, das uns unterstützt“, erläutert Klaus Sailer. „Beispielsweise durch Vorträge. Außerdem soll jedes Gründungsteam einen Mentor aus der Wirtschaft bekommen. Und wir werden ein Trainee-Programm starten: Da wollen wir Unternehmen finden, die unsere Studierenden für zwei bis drei Wochen aufnehmen.“ In dieser Zeit sollen sie bei jedem Meeting dabei sein, bei jedem Telefonat, bei jeder E-Mail, die geschrieben wird. Um hautnah zu erleben, was es heißt, Unternehmer zu sein.
Kontakt
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Strascheg Center for Entrepreneurship
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EXIST III