EXIST-Gründungskultur

ITpreneurship

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IT-Unternehmen lassen verwertbare Innovationen häufig ungenutzt. Gleichzeitig fehlt vielen Gründungswilligen die zündende Geschäftsidee. Darum hatten die ITpreneurship-Planer an der Universität Paderborn die Idee, Unternehmen, Innovationen und Gründungswillige zusammenzubringen.

Der Grund dafür, dass IT-Unternehmen erfolgversprechende Forschungsergebnisse nicht vermarkten, ist: Sie gehören nicht zum Kerngeschäft. Oder es fehlen Zeit und personelle Ressourcen, sie zu verwerten. „Gleichzeitig haben wir bei uns an der Hochschule jede Menge Gründungswillige, die sich die Hände reiben würden, wenn ihnen eine solche Geschäftsidee zur Verfügung stünde“, sagt Steffen Terberl von UNICONSULT - Technologietransfer an der Universität Paderborn. Er ist für die Koordination der Existenzgründungsförderung zuständig. „Allerdings sind unsere zukünftigen Gründerinnen und Gründer häufig noch nicht mit dem richtigen Blick für den Markt ausgestattet. Sie wissen nicht, wann ein Forschungsergebnis marktfähig ist. Was lag also näher, als sie mit den guten Ideen und erfahrenen Unternehmern an einen Tisch zu bringen?"

Passende Ideen für Gründer

Damit Gründer und Geschäftsidee zueinander passen, lässt man Studierende und wissenschaftliche Mitarbeiter der Universität Paderborn mit informationstechnologischer oder betriebswirtschaftlicher Ausrichtung sowie Promotionsstudierende des PACE (Paderborn Institute for Advanced Studies in Computer Science and Engineering) vorab einen Bewerbungsbogen ausfüllen. „In den können sie ihre Kenntnisse und Interesse eintragen“, erläutert Stefan Sauer. Er ist Geschäftsführer des Uni-eigenen Software Quality Lab und koordiniert die Kooperation mit den Partnerunternehmen. „Eine Jury ermittelt dann, ob sie sich für eine Gründung eignen. Und für welche Geschäftsidee.“ Die Geschäftsideen steuern die 20 Partnerunternehmen bei, die die ITpreneurship-Verantwortlichen bis dato für das Vorhaben gewinnen konnten.

Eine Reihe von Angeboten soll Gründungswilligen das notwendige Rüstzeug für ihren Weg in die Selbständigkeit geben. Stefan Bunte vom Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik: „Dazu gehören zunächst allgemeine Informationen rund um das Thema ‚Gründung’. Daran schließt sich eine Qualifizierung an, die speziell auf die IT-Branche ausgerichtet ist. Dann findet ein Businessplan-Workshop statt. In dieser Phase werden Gründerinnen und Gründer mit der zu ihnen passenden Geschäftidee und dem dazugehörigen Unternehmer zusammengebracht."

Unternehmen immer mit am Tisch

Kleine Teams sollen dann die Geschäftsideen zu umsetzungsreifen Verwertungskonzepten weiterentwickeln. Dabei werden sie u.a. von Mentoren betreut, die von den Partnerunternehmen gestellt werden. Steffen Terberl: „Sie bringen nicht nur ihre Idee mit. Sie beraten unsere Gründer auch bei der Umsetzung. Ihre Marktorientierung und Praxiserfahrung sind Gold wert.“ Falls diese Mentoringphase vielversprechend verläuft, helfen sie auch dabei, das Problem der Finanzierung zu lösen.

Wichtig ist den Paderborner ITpreneuren, alle Neugründungen in einer „Feedback-Schleife“ wieder in den Pool der beratenden Unternehmen zurückführen. Damit sie dann mit ihren Erfahrungen der nachfolgenden Generation wiederum den Weg in den Markt weisen.

Kontakt

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