Technische Universität Dortmund
Fachhochschule Dortmund

Anlässlich der RUHR 2010 wollen die Technische Universität Dortmund und die Fachhochschule Dortmund gemeinsam mit ihren Partnern für mehr Gründungen im Kulturbereich sorgen. Über 60 Gründungen habe man im Rahmen der Gründungsförderung seit 2002 begleitet, resümiert Sebastian Hanny, Gründungslotse und Mitarbeiter der Transferstelle der Technischen Universität Dortmund. Dabei habe man zwei Dinge bemerkt: „Erstens: Wir erreichen noch zu wenige wissenschaftliche Mitarbeiter und Doktoranden. Zweitens: Wir können mehr branchenorientierte Hilfen geben.“ Beispielsweise für die Kreativ- und Kulturwirtschaft, in der sich in der Region sehr viel bewege. Nicht zuletzt wegen der in zwei Jahren anstehenden europäischen RUHR 2010. Daher will die TU Dortmund im Rahmen von EXIST III für mehr Gründungen im Kulturbereich sorgen, gemeinsam mit der Fachhochschule Dortmund und neun Netzwerkpartnern in sieben Teilprojekten. Wichtiger Baustein ist ein weiterbildendes Studium „Kreativwirtschaft und Kulturarbeit“. Hintergrund dafür ist, so der zuständige Fachleiter Dr. Elmar Konrad: „Kulturschaffende wie zum Beispiel Architekten, Designer oder Journalisten sind klassische Freiberufler. Sie werden im Rahmen ihrer Fachausbildung aber nicht auf eine Existenzgründung
vorbereitet.“
Studienfach Kulturarbeit und Kreativwirtschaft
Das neue Studienfach befasst sich daher sowohl mit Kulturpolitik, Kreativwirtschaft und speziellen Fördermaßnahmen als auch mit praktischen Kooperationsformen oder Netzwerktechniken. Parallel zu allen Seminaren sollen die Studierenden einen Businessplan für ein Gründungsvorhaben oder unternehmerisches Projekt im Kultur- und Kreativsektor schreiben – sozusagen als Abschlussarbeit.
Lotsen, Starterbüros, Gründerwerkstatt
Für den weiteren Weg in die Selbständigkeit bietet man in Dortmund Beratung, Betreuung und Unterstützung an: durch „Culturepreneurship-Coaches“, erklärt Raimond Filges, Leiter der Transferstelle der Fachhochschule Dortmund, „die in den kulturwissenschaftlichen Fachbereichen oder Fakultäten arbeiten, dort eine Art Erstberatung anbieten und die Leute, wenn sie denn gründen wollen, gezielt mit Partnern, Experten oder Fördermittelgebern zusammenbringen.“ Gründerzentren, die kostengünstige Starterbüros in der Gründungsphase oder auch Vorgründungsphase bereitstellen, und eine sogenannte Gründerwerkstatt, in der Gründungswillige von einer Idee bis zu einem groben Businessplan begleitet werden, sind Teile der Angebots-Palette.
Mikrofinanzierung
Besonders interessant für Gründerinnen und Gründer dürfte dabei das Teilprojekt „Finanzierung“ sein. Sebastian Hanny: „Die meisten öffentlichen Förderprogramme sind nicht auf die Kreativ- und Kulturwirtschaft ausgerichtet. Darum wollen wir mit der Stadt Dortmund ein Mikrofinanzierungsmodell entwickeln, um ganz konkret dabei zu helfen, Kulturgründungen in die Tat umzusetzen.“
Kontakt
Technische Universität Dortmund
Dr. Elmar Konrad
Baroper Straße 283
44227 Dortmund
Tel.: 0231 755-4605
Fax: 0231 755-2327
elmar.konrad@tu-dortmund.de (email)
www.kultur-unternehmen-dortmund.de (www)


EXIST III