EXIST-Gründungskultur

Verwertungsinitiative für den Gesundheitsmarkt

  • Universität Leipzig
  • Handelshochschule (HHL) Leipzig
  • Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung

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„Wir verfügen hier über eine Vielzahl technologischer Entwicklungen, bilanziert Jun.-Prof. Utz Dornberger, „die aus den Technologiezentren der Universität Leipzig stammen, wie zum Beispiel dem Biotechnologisch-Biomedizinischen Zentrum und dem Zentrum für Computergestützte Chirurgie. Oder auch aus dem außeruniversitären Forschungseinrichtungen wie dem Fraunhofer- Institut für Zelltherapie und Immunologie und dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung. Da kommt unter dem Strich ein enormes Transferpotenzial zusammen, aus dem wir noch zu wenig wirtschaftlichen Nutzen ziehen.“

Point of Research
Um diesen Nutzen zu erhöhen, will die Leipziger Verwertungsinitiative von Universität Leipzig, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung und der Handelshochschule Leipzig vor allem Doktoranden, wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Hochschullehrerinnen und -lehrer verstärkt zu Existenzgründungen und damit zur praktischen Umsetzung guter Geschäftsideen anspornen. Utz Dornberger: „Dafür setzen wir am Point of Research an: Unsere Projektmitarbeiter werden die einzelnen Forschungsinstitute und -zentren besuchen und durch ein Potenzialscreening nach viel versprechenden Gründungsprojekten durchforsten. Um dabei auf Nummer sicher zu gehen, beteiligen wir an diesen Screenings auch ausgewiesene Marktexperten und potenzielle Kunden.“

Werden geeignete Geschäftsideen entdeckt und finden sich zudem Gründungswillige, die damit „an den Start gehen“ wollen, so unterstützt die Verwertungsinitiative diese zunächst durch ein mehrstufiges Gründercoaching. Ziel: ein detailliertes Geschäftsmodell. Ein weiteres Screening prüft einige Wochen später dessen erreichten Entwicklungsstand. „Erst wenn die Geschäftsmodelle – nach einem festzulegenden Projektmaßstab – hieb- und stichfest sind“, so Prof. Bernhard Schwetzler von der Handelshochschule Leipzig, „gehen wir mit den Gründerinnen und Gründern in die Phase der Prä-Inkubation über. Hier geht es dann darum, Markttests durchzuführen, interdisziplinäre Gründungsteams zusammenzustellen und den Kontakt zu Geldgebern herzustellen.“

Vermarktungsnetzwerke
Eine Besonderheit des Leipziger Projektes ist, junge Unternehmen bei der Markteinführung zu unterstützen: in erster Linie durch Vermarktungsnetzwerke, die mit Beteiligung der Universität Leipzig konzipiert und aufgebaut werden. Beispiel: medipos, Plattform zur Vermarktung neuer innovativer Produkte und Dienstleistungen im Bereich des Gesundheitsmanagements. „Dabei sieht die Universität Leipzig ihre Rolle nicht allein darin, neue Technologien und Dienstleistungskonzepte zu produzieren“, so Utz Dornberger. „Die Uni-Kliniken sind gleichzeitig auch Kunden. Auf diese Weise können Pilotanwendungen neu entwickelter Dienstleistungen schnell und unbürokratisch in die Praxis überführt werden.

Kontakt:

Universität Leipzig
Jun.-Prof. Dr. Utz Dornberger
Beethovenstraße 15
04107 Leipzig
Tel.: 0341 9737-039
E-Mail: dornberger@uni-leipzig.de
Internet: www.sept.uni-leipzig.de (www)