EXIST-Gründungskultur

"4 hoch 2 für Oberfranken"

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  • Otto-Friedrich-Universität Bamberg
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  • Hochschule Hof
  • netzwerk nordbayern, Nürnberg
  • BF/M-Bayreuth

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Oberfranken: Hightech-Region mit der drittgrößten Industriedichte in ganz Europa, darunter viele Marktführer und 25.000 Studierende. Aber: „50 Prozent dieser Studierenden wandern nach dem Studium ab“, beklagt Prof. Michael Pötzl von der Hochschule Coburg. Er ist der Koordinator des oberfränkischen EXIST-III-Projekts. „Vor allem für einen künftigen Technologietransfer müssen wir sehr vielmehr Fachleute in der Region halten. Beispielsweise dadurch, dass wir sie dabei unterstützen, sich mit ihren wissenschaftlichen Erkenntnissen selbständig zu machen.“ Dazu soll eine konzertierte Aktion der Hochschulen vor Ort beitragen: der Universität Bamberg (eher geisteswissenschaftlich orientiert), der Universität Bayreuth (naturwissenschaftlich ausgerichtet), der Hochschule Hof (mit eher technisch-betriebswirtschaftlichem Angebot) und der Hochschule Coburg (für Technik und Design zuständig).

Synergien nutzen
Schon jetzt hat jede Hochschule für sich Ausgründungen mit ganz unterschiedlichen Geschäftsideen zu verzeichnen. Auch gibt es untereinander bereits diverse Kooperationsfelder. Prof. Michael Pötzl: „Wir erwarten, dass wir uns in Zukunft stärker gegenseitig befruchten. In unseren Synergien schlummern Gründungsressourcen. Und genau das macht den besonderen Charme dieses Projekts aus.“ Hochschulübergreifendwollen die Akteure ihre Erfahrungen in der Gründungsförderung daher regelmäßig austauschen. Geplant sind auch gemeinsame Gründer-Lehrveranstaltungen für Studierende aller Partnerhochschulen sowie regelmäßige gemeinsame Workshops für Studierende, wissenschaftliche Mitarbeiter und Professoren. Dabei sollen nicht zuletzt die Fachbereiche, in denen Ausgründungen eher an der Tagesordnung sind als in anderen, insbesondere die Betriebswirtschaft oder die Wirtschaftsinformatik, auch von geistes-, sozial- und kulturwissenschaftlichen Kompetenzen profitieren. So gibt es schon jetzt einen gemeinsamen Master-Studiengang der Hochschule Coburg mit der Universität Bamberg: in der Denkmalpflege und den Restaurierungswissenschaften.

Peter Rosner, Gründungsberater für die Uni Bamberg: „Da arbeiten Architekten, Bauingenieure, Historiker und Archäologen erfolgreich zusammen. Wenn man denen das richtige Rüstzeug an die Hand gibt, sind hier auch Gründungen möglich.“

Gründer qualifizieren
Dieses Rüstzeug zu vermitteln, liegt weitgehend in den Händen zweier externer erfahrener Partner: dem netzwerk|nordbayern, u.a. Ausrichter des Businessplan-Wettbewerbs Nordbayern sowie dem Betriebswirtschaftlichen Forschungszentrum für Fragen der mittelständischen Wirtschaft e.V. an der Universität Bayreuth. Hochschulintern sollen Professoren, so genannte Gründungsbeauftragte, in ihren Fakultäten für das Thema Selbständigkeit sensibilisieren. Apropos Ansprechpartner: „Kommunikation ist das Wichtigste“, mahnt Prof. Michael Pötzl. Wie wichtig sie den Coburgern ist, wird bald zu sehen sein: in Gestalt der knallroten Gründerbox. Das Gebäude wird Service- und Infopoint für alle Interessierten sein und mitten auf dem Campus stehen.

Kontakt:

Hochschule Coburg
Prof. Dr.Michael Pötzl
Friedrich-Streib-Straße 2
96450 Coburg
Tel.: 09561 317-118
E-Mail: poetzl@hs-coburg.de
Internet: www.hs-coburg.de (www)