EXIST-Gründungskultur

UniKasselTransfer Inkubator Cluster

  • Universität Kassel


Gemeinsam mit den Projektpartnern verstärkt wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Absolventen und examensnahe Studierende aus forschungsstarken Bereichen ansprechen: Das ist das erklärte Ziel von UniKasselTransfer Inkubator Cluster. Viel geforscht wird in Kassel in der Energietechnik/ Energiesystemtechnik, Nanotechnologie, zu Neuen Medien/ Produktdesign und Ökologischen Agrarwissenschaften. „Hier hatten wir immer schon viel Gründungsunterstützung“, erläutert Gabriele Hennemuth von UniKasselTransfer Inkubator, Anlaufstelle für alle Gründungsprojekte. „Da wir Gründungsförderung bisher aber eher mit der ‚Gießkanne’ betrieben haben, konnten wir diese Premiumbereiche nicht ausschöpfen.“

Ideenwerkstätten und Expertenkonferenzen
Dafür werden nun die Vorzeige-Fachbereiche nach verwertbaren Geschäftsideen durchforstet, gemeinsam übrigens mit Günter Faltin, Professor für Wirtschaftspädagogik/Entrepreneurship an der Freien Universität Berlin. Im Rahmen von Ideenwerkstätten sollen Forschungsergebnisse in unternehmerische Produkt und Projektideen überführt werden. Die Bewertung und Weiterentwicklung erster Vorhabensentwürfe wird dann die Aufgabe so genannter Expertenkonferenzen sein. „Bei uns gibt es häufig Produktgründungen in Nischenmärkten“, erklärt Gabriele Hennemuth. „Etwa die optimale Entwicklung eines ultrahochfesten Betons. Oder die Herstellung einer Babyschale für Fahrräder. Oder auch die Konstruktion einer Trocknungsmaschine für Obst und Gemüse.“ Fast immer seien die Produktion und der Markteintritt schwierig und langwierig. Unerlässlich dafür seien daher kompetente Partner, die sowohl über Branchenkenntnisse als auch über ein professionelles Netzwerk im betreffenden Markt verfügten.

„Unternehmer Rat“
Für beides wolle man ebenfalls durch die geplanten Expertenkonferenzen sorgen, ergänzt Gabriele Hennemuth, und durch den „Unternehmer Rat“, dem Markus Mahler angehört, Geschäftsführer der Firma Systemanalyse und Design GmbH. „Wir Unternehmer unterstützen den UniKasselTransfer Inkubator schon seit zwei Jahren und vermitteln Gründerinnen und Gründern beispielsweise Kontakte zu Lieferanten und möglichen Kunden. In einem so genannten Finishing Tool stehen wir ihnen außerdem mit Rat und Tat zur Seite oder veranstalten Workshops beispielsweise zum Thema: „Wie kommt mein Produkt auf den Markt?“ In der Entwicklung befindet sich außerdem ein Beteiligungsmodell der Uni Kassel, mit dem die Hochschule als Teilhaberin jungen Untenehmer Patente zur Nutzung überlassen will. „Die Uni hat dabei den Return of Investment als Zielvorgabe“, so Gabriele Hennemuth, „anders als zu der Zeit, als sie den beiden Bauingenieuren ermöglicht hat, den hier entwickelten ultrahochfesten Beton per Lizenz zu vermarkten.“ Die seien damit übrigens sehr erfolgreich und das erste Gründungsunternehmen der Uni Kassel, das jetzt auch im „Unternehmer Rat“ sitzt.

Kontakt:

UniKasselTransfer Inkubator
Gabriele Hennemuth, Jörg Froharth
Gottschalkstraße 22
34109 Kassel
Tel.: 0561 804-1859/2498
Fax: 0561 804-7055
E-Mail: hennemuth@uni-kassel.de, froharth@uni-kassel.de
Internet: www.uni-kassel.de/inkubator (www)