Gründen von Anfang an

"Gründen von Anfang an"

  • Julius-Maximilians-Universität Würzburg

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„Es gab früher Ansätze einer Gründerberatung“, erinnert sich Markus Löffler. Er ist Projektleiter von „Gründen von Anfang an“ an der Würzburger Julius-Maximilians-Universität. „Aber es existierte keine systematische Förderung von Gründungsinteressierten. Die soll es mit der Unterstützung von Dienstleistungspartnern nun im Rahmen des EXIST III-Projekts geben: in einer frühen Phase sowohl bei den Gründerpersönlichkeiten als auch bei den wissenschaftlichen Ideen, vor allem aus den Lebens- und Naturwissenschaften, aber auch im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie“. Und zwar nicht nur an der Uni Würzburg, sondern auch bei den Projektpartnern: der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt und drei weiteren außeruniversitären Forschungseinrichtungen am Ort.

Dabei wollen die Hochschulen und Institute im Förderzeitraum von ihren Dienstleistungspartnern lernen, wie sie Gründungsinteressierte in Zukunft zur Selbständigkeit führen können. „Wir müssen uns in diesem Prozess unternehmerisch zeigen“, fordert Markus Löffler. „Wir müssen Kompetenz und Erfahrung aufbauen. Als Mitakteur in einem marktorientieren Prozess“.

Baustein 1: Enabling

Als erster von drei Projekt-Bausteinen gehört hierzu das Enabling. Markus Löffler: „Wir veranstalten zusammen mit unseren Dienstleistungspartnern netzwerk|nordbayern und dem Würzburger Innovations- und Gründerzentrum Bio-Med/ZmK Workshops, um für das Thema „Wirtschaftliche Verwertung von wissenschaftlichen Ideen“ zu sensibilisieren. Und wir vermitteln die dafür notwendigen Kenntnisse: Was gehört in einen Businessplan? Wie funktionieren Schutzrechte? Wie lassen sich Markt und Wettbewerb einzuschätzen? Bis hin zur Finanzplanung. Und das Ganze immer am Beispiel von Ideen der Doktoranden oder Wissenschaftlichen Mitarbeiter, die sich für diese Workshops anmelden“.

Baustein 2: Scouting

In Einzelgesprächen mit den Wissenschaftlern lotet man in Würzburg dann die Verwertungsmöglichkeiten der jeweiligen Technologien aus. Pfadfinder ist dabei immer ein Team mit fachwissenschaftlicher und betriebswirtschaftlicher Kompetenz aus dem Partner-Pool. „Ein solches Gespräch“, erklärt Markus Löffler, „macht deutlich, wo genauer recherchiert werden muss: Gibt es schon vergleichbare Entwicklungen? Gibt es überhaupt einen Markt für die Geschäftsidee“?

Baustein 3: Coaching

Findet schließlich ein Gründerteam zusammen, muss es die Idee zum Geschäftsplan ausarbeiten: indem es beispielsweise am Businessplan-Wettbewerb Nordbayern teilnimmt. Markus Löffler: „Das netzwerk|nordbayern, das den Wettbewerb veranstaltet, ist ja einer unserer Dienstleistungspartner. Der sorgt dann für Coaching und Unterstützung, nicht zuletzt dabei, sich nach möglichen Finanzgebern umzuschauen“.

Kontakt:

Dr. Christian Andersen
Tel.: 0931/31-82806
Fax: 0931/31-87164
christian.andersen@zv.uni-wuerzburg.de
www.zv.uni-wuerzburg.de/sfi (www)