Universität Potsdam

In dem Potsdamer Vorort Golm arbeiten rund 1.500 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Sie gehören zu den beiden Fraunhofer- und den drei Max-Planck-Instituten, die hier seit einiger Zeit ansässig sind. Diese außeruniversitären Forschungsinstitute sind Anlass und auch Kern des GO: INcubator-Projektes. Hier wird geforscht und gelehrt, aber: es wird zu wenig gegründet. Diese Ballung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern rief förmlich danach, dass man ein solches Projekt wie den GO: INcubator etabliert. Gute Erfahrungen mit Gründungen hatte man in Potsdam schon seit 2001 gemacht. Damals wurde das EXIST-Transfer-Projekt BeGiN von der Universität Potsdam, der Fachhochschule Potsdam und der Fachhochschule Brandenburg aus der Taufe gehoben. Darüber entstand dann BIEM, das Institut für Existenzgründungen. Und aus diesem Institut heraus kam der Impuls, die Gründungsaktivitäten am Standort Potsdam zu intensivieren: nicht nur mehr aus der Uni, sondern speziell auch aus den außeruniversitären Golmer Instituten heraus. Dafür soll GO: INcubator sorgen.
Focus liegt auf Technologie-Unternehmen
Zwar konnte sich die Zahl der neuen Selbständigen auch zu BeGiN-Zeiten bereits sehen lassen. Wichtig war im Rahmen von EXIST III nun vor allem aber, weitere Gründungs-Branchen zu erschließen. Denn in der Vergangenheit kamen die Geschäftsideen eher aus dem Dienstleistungs- oder Beratungssektor. Jetzt liegt der Focus auf technologieorientierte Unternehmen. Etwa aus dem LifeScience-Bereich. Hier könnten Unternehmen entstehen, die zu Antikörpern oder Biomarkern forschen oder auch Diagnostik-Geräte oder Biochips entwickeln.
Jede Menge Know-how vor Ort
Das dafür notwendige Know-how bieten die GO: INcubator-Partner im Überfluss: zunächst durch die Universität Potsdam mit ihrem starken naturwissenschaftlich-mathematischen Bereich. Die gewünschte LifeScience-Kompetenz steuern die Golmer Institute bei: Fraunhofer IAP für angewandte Polymerforschung, Fraunhofer IBMT für medizinische Biotechnologie, Max Planck (AEI) für Gravitationsphysik, Max Planck KG für Kolloid- und Grenzflächenforschung und Max Planck MP für Pflanzenphysiologie.
Dreh- und Angelpunkt aller Bemühungen ist dabei die GO: INcubator-Projektzentrale. Deren Mitarbeiter gehen auf Uni und Institute zu, bieten Informationsveranstaltungen rund um das Thema "Selbständigkeit" an, veranstalten Ideenwerkstätten mit verschiedenen Lehrstühlen oder Forschungsabteilungen, betreuen die Gründer, arrangieren Beratung und Coaching, vermitteln Geldgeber usw. Zielgruppen sind Doktoranden, wissenschaftliche Mitarbeiter und Professoren, da Gründungsideen – so die Potsdamer Erfahrung – frühestens zum Ende der Promotion ernsthaft verfolgt würden.
Kurz und knapp
Universität Potsdam
Nutzung eines Kompetenz-Clusters
Sensibilisierung der Wissenschaftler für Unternehmensgründungen
Beratung, Coaching, Finanzierung, Vermarktung
Kontakt
Universität Potsdam (BIEM-CEIP)
Prof. Dr. Dieter Wagner
August-Bebel-Straße 89
Haus 1
14482 Potsdam
Tel.: 0331-977-3593
Fax: 0331-977-3404
wagner@uni-potsdam.de (email)
www.biem-brandenburg.de (www)


GO Inkubator