Technische Universität Clausthal

"Die meisten unserer Studierenden", erläutert Mathias Liebing, Leiter der Stabsstelle für Technologietransfer und Forschungsförderung, "landen nach dem Studium in größeren Unternehmen: meist in der Entwicklungsabteilung, der Forschungsabteilung." Und was ist mit dem Traum, ein eigenes Unternehmen zu gründen? Den haben bisher leider nur wenige.
Zwar hat die Hochschule schon im Jahr 2001 einen Gründerservice eingerichtet. Seitdem gibt es eine regelmäßige Veranstaltungsreihe „Existenzgründung und Unternehmensführung“ sowie Beratungsangebote für Gründungswillige. „Diejenigen, die diese Angebote wahrnehmen, sind allerdings überwiegend Studierende kurz vor Abschluss ihres Studiums, die häufig bereits konkrete Gründungsabsichten haben und sich deshalb gezielt weiterqualifizieren wollen. Bei Studierenden in früheren Studienabschnitten ist das Thema Existenzgründung dagegen noch nicht präsent, ebenso wenig wie bei den wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Diese Personengruppen wollen wir im Projekt start.on.top künftig gezielt adressieren“, wünscht sich Mathias Liebing.
Potenzielle Gründer "abholen"
Gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre und Unternehmensführung gehen die EXIST III-Akteure auf Studierende also nun schon zu Beginn ihres Studiums zu. Mathias Liebing: „Wir bieten Gründerthemen im Rahmen von Seminaren an, wir veranstalten Gründungsplanspiele oder lassen Gründerthemen dann auch in Bachelor- oder Master-Arbeiten bearbeiten. Auf diese Weise wird das Thema ‚Selbständigkeit’ im Studium sehr viel stärker verankert als bisher.“
Darüber hinaus will man die Ideenschätze heben, die bei den wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bisher unentdeckt geblieben sind. „Die arbeiten hier zeitlich befristet an bestimmten Projekten, denken in erster Linie an ihre Dissertation und erkennen möglicherweise gar nicht, welche wirtschaftlichen Möglichkeiten in ihren Arbeiten stecken.“ Ideenworkshops und eine systematische Ideenbewertung sollen daher den jungen Wissenschaftlern die Augen für die Verwertungschancen ihrer Forschungen öffnen und sie mit den richtigen Teampartnern zusammenbringen, um diese Chancen zu nutzen.
Zukunftsmärkte erschließen
Sahnehäubchen des Clausthaler EXIST-Projekts sei allerdings die Grün-dungsforschung. Thema: internationale Gründungen und Gründungen im Netzwerk. „Die TU Clausthal hat mit rund einem Drittel einen sehr hohen Anteil ausländischer Studierender. Viele von ihnen kommen aus China und Osteuropa“, so Mathias Liebing. „Und hier liegen die Märkte der Zukunft.“ Ziel sei, solche Studierende beispielsweise in Teamgründungen einzubeziehen und bei der Entwicklung von Verfahren oder Produkten die besonderen Kenntnisse der Märkte in ihrer Heimat zu nutzen.
Kontakt
Technische Universität Clausthal
Stabsstelle für Technologietransfer und Forschungsförderung
Mathias Liebing
Adolph-Roemer-Straße 2a
38678 Clausthal-Zellerfeld
Tel.: 05323 7277-54
Fax: 05323 7277-59
mathias.liebing@tu-clausthal.de (email)
www.exist.tu-clausthal.de (www)


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