Universität Koblenz-Landau, Campus Koblenz
Otto Beisheim School of Management (WHU)
Fachhochschule (FH) Koblenz
Forschungsinstitut für Anorganische Werkstoffe GmbH, Höhr-Grenzhausen
Forschungsinstitut für mineralische und metallische Werkstoffe GmbH, Idar-Oberstein

Nichts demZufall überlassen, sondern bei aller Gründungsförderung geordnet vorgehen. Nichts übersehen, sondern alle wichtigen Themen abdecken: Das ist – kurz gesagt – die Losung des Koblenzer KopEE-Netzwerks. Im Projektnamen KOpEE stecke das Wort „open“, erläutert Harald von Kortzfleisch, Professor für Informationsmanagement und Entrepreneurship an der Universität Koblenz-Landau. Sie ist einer der fünf Partner von KopEE, neben der Fachhochschule Koblenz, der WHU–Otto Beisheim School of Management in Vallendar, dem Forschungsinstitut für Anorganische Werkstoffe in Höhr-Grenzhausen sowie dem Forschungsinstitut für mineralische und metallische Werkstoffe in Idar-Oberstein. „Mit Open Entrepreneurship lehnen wir uns an die Open-Source-Entwicklungen in der Softwarebranche an. Wir wollen eine frei verfügbare und für alle zugängliche Plattformsein, so wie Xing oder Facebook.“ Eine Wissensbank soll entstehen,
die Best-Practice-Maßnahmenbeispiele enthält. Beispielsweise zu der Frage „Wie kann man Gründungsideen auf ihr Erfolgspotenzial hin überprüfen?“
Entrepreneurship Engineering
Dabei sollen alle KopEE-Maßnahmen nach dem Prinzip eines Entrepreneurship Engineering entstehen: systematisch und ganzheitlich. Harald von Kortzfleisch: „Natürlich sind hier bestimmte Maßnahmen sinnvoll: Brainstorming, Businessplanerstellung, Qualifizierung. Aber sie werden aus unserer Sicht üblicherweise nicht systematisch und ganzheitlich umgesetzt. Wir schauen uns zunächst Forschungsergebnisse an und entwickeln erst dann Vorgehensweisen, Instrumente und Werkzeuge.“ Beispielsweise zur Schaffung einer Gründungskultur im Partner-Netzwerk: eine gängige, aber schwammige Zielsetzung, so Harald von Kortzfleisch. Bei KOpEE habe man sich diesem Ziel durch wissenschaftliche Bestimmung seiner möglichen Bedeutungen angenähert. „Darauf aufbauend haben wir einen Design-Wettbewerb zum Motto „Gründen ist cool“ entwickelt.“
Offen, ganzheitlich, systematisch
Systematisch vorbereitet und durchgeführt wird zudem ein Matching potenzieller Gründerinnen und Gründer. „Dafür identifizieren wir zunächst Kernkompetenzen,
die an der Partnerhochschulen jeweils anders ausgerichtet sind“, erklärt Dietmar Grichnik, Professor und Inhaber des Lehrstuhls für Unternehmertum und Existenzgründung an der WHU: „Für die Universität Koblenz-Landau die Informatik, für die Fachhochschule die Ingenieurwissenschaften, für die WHU die Management-Kompetenz. So können wir Gründungsprojekte mit jeweils fehlendem Know-how flankieren.“
Nachhaltigkeit durch Kompetenzzentrum
Zentrale aller Qualifizierungs- und Unterstützungsangebote ist ein Kompetenzzentrum für alle Partner. Seine Aufgabe besteht auch darin, für die Nachhaltigkeit der Gründungsförderung zu sorgen. So soll es u.a. finanzielle Mittel einwerben, nicht zuletzt um Gründungen möglichst früh mit Seed-Capital unterstützen zu können. Übrigens: Zu den rund 7.000 Angehörigen der Zielgruppe gehören, so Harald von Kortzfleisch, nicht nur Studierende, sondern auch der akademische Mittelbau und Professoren. „Wir haben auch Professoren, die mit Gründungsideen am Start sind. Einer zum Beispiel hat Roboter entwickelt, die sich in unbekannten Umgebungen zurechtfinden können, die also das Terrain sondieren, Karten von Gegenden zeichnen und gangbare Wege finden. Ganz so,wie Gründer das eigentlich auch tun sollten.“
Kontakt:
Universität Koblenz-Landau
Prof. Dr. Harald F.O. von Kortzfleisch
Universitätsstraße 1
56070 Koblenz
Tel.: 0261 287-2523
E-Mail: harald.von.kortzfleisch@uni-koblenz.de
Internet: www.uni-koblenz-landau.de (www)


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