Der Aufbau eines gründerfreundlichen Klimas an Hochschulen ist kein Sprint, sondern ein Marathonlauf: In dieser Einschätzung war man sich auf dem zweitägigen BMWi-Kongress "Studieren - Forschen - Gründen", der vom 30. September bis 1. Oktober 2008 in Berlin stattfand, einig.

Mehr als 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik waren gekommen, um sich über den aktuellen Stand der Gründungsförderung an Hochschulen im In- und Ausland auszutauschen. Man habe viel getan, um Gründungen voranzutreiben, betonte Prof. Dr. Malte Brettel von der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen. Aber: „Wir haben noch nicht alles erreicht, was wir erreichen wollen.“
Dass die ersten Etappen des langen Weges erfolgreich zurückgelegt werden konnten, ist nicht zuletzt dem Rückenwind durch EXIST zu verdanken. „Das zeigen die letzten zehn Jahre,“ stellte Dr. Johannes Velling vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) zufrieden fest. Dabei dürfe über die Förderung durch den Bund das große Engagement der Hochschulleitungen, Professoren, Mentoren und Promotoren nicht vergessen werden, die der Entrepreneurship-Education zu einem wichtigen Schub verholfen haben.
Nicht auf den erworbenen Lorbeeren ausruhen, sondern Ideen austauschen, um die weitere Wegstrecke zu bewältigen: so lautete die Devise der folgenden Diskussionen. Erfahrungen aus dem Ausland spielten hier natürlich ein große Rolle. „Es geht nur ganz oder gar nicht. Ein erfolgreiches Gründungsklima braucht Freiraum“, betonte beispielsweise Karin Fürst von der Saxion Hogscholen unter Zustimmung ihrer Kollegen aus Großbritannien und Schweden. Auch deutsche Hochschulvertreter wünschten sich mehr dieser Freiräume, äußerten aber zugleich auch die Sorge, dass diese durch Bachelor- und Masterstudiengänge immer mehr verdrängt würden. Die Einbindung von Entrepreneurship in Forschung Lehre wurde daher als umso notwendiger gesehen.„Gründungen geschehen, weil Gründungen ‚Programm’ sind“, brachte es Professor Thomas Sikora von der Technischen Universität auf eine Formel. Dass Entrepreneurship-Education nur funktioniert, wenn es zur Chefsache erklärt wird, wurde in fast allen Veranstaltungen auf dem Kongress deutlich. Und: Dass EXIST ein entscheidender Baustein dafür ist, um Hochschulleitungen zu motivieren, die dafür notwendige Gründungskultur auf ihrem Campus zu ermöglichen
Feierlicher Abschluss des ersten Kongresstages bildete die Preisverleihung zum Bundesfinale des Planspielwettbewerbs EXIST-priME-Cup 2008. Die Nachwuchsmanager sollten das Management des Solarzellen-Herstellers „Solarprime AG“ übernehmen, das Unternehmen wirtschaftlich führen und gegen hartnäckige Wettbewerber im Markt an die Spitze führen. Auch Nachhaltigkeit und Umweltschutz waren Thema für die Teams. Nach Einschätzung der Jury bewältigte das studentische Management- und Unternehmer-Team der TU Darmstadt diese Aufgabe am besten. Auf den Plätzen zwei und drei landeten Teams der Universität Stuttgart und der Berufsakademie Stuttgart.
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Vortragspräsentationen (Downloads):
30.09.2008
Forum 1 "Ideen an den Markt – Die Entstehung von Selbstläufern und anderen Geschäftsmodellen“
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Prof. Dr. Djamshid Tavangarian, Universität Rostock
„Ideen an den Markt – Die Entstehung von Selbstläufern und anderen Geschäftsmodellen“ (www) -
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Dr. Wilhelm Bauhus, Universität Münster
"Ideen- und Patentmining" (www) -
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Dr. Dieter Treichel, Max-Planck-Innovation GmbH
Ideen an den Markt – das Kreuz mit der Innovation (www)
Forum 2 "Erfolgsfaktor Persönlichkeit – Von angeborenen und erworbenen Gründergenen"
01.10.2008
Forum 3 "Gründungsförderung an Hochschulen und Forschungseinrichtungen – Die internationale Perspektive"
Forum 4 "Anreize für Ausgründungen – Stellschrauben und Randbedingungen an Hochschulen und Forschungseinrichtungen"
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Dr. Marianne Kulicke, Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung
"Anreize für Ausgründungen – Stellschrauben und Randbedingungen an Hochschulen und Forschungseinrichtungen" (www) -
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Prof. Dr. Volker Saile, Universität Karlsruhe und Forschungszentrum Karlsruhe
„Anreize für Ausgründungen – Stellschrauben und Randbedingungen an Hochschulen und Forschungseinrichtungen“ (www)
Forum 5 "Gründungsinitiativen und ihre Partner – Kooperationen und Nachhaltigkeit"
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Dr. Benedikte Hatz, f.u.n. netzwerk nordbayern GmbH
"netzwerk nordbayern – Unternehmernetzwerk zur Förderung wachstumsorientierter und innovativer Unternehmen“ (www) -
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Martina Blank, Technologie-Zentrum Dortmund GmbH
"TechnologieZentrumDortmund – eine nachhaltige Initiative zur Förderung von Unternehmensgründungen" (www) -
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Dr. Oliver Fromm, UniKasselTransfer
„Gründungsinitiativen und ihre Partner – Kooperationen und Nachhaltigkeit“ (www)
Vorträge
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30.09.2008:
Prof. Mike Wright, Ph.D., Nottingham University Business School
"Spinning-out enterprises from universities: Opportunities and Challenges" (www) -
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30.09.2008:
Prof. Dietmar Harhoff, Ph.D. INNO-tec - Institut für Innovationsforschung,
Ludwig-Maximilians-Universität München
"Gründungen an Hochschulen – Königsweg, Teufelszeug oder Hornberger Schießen?" (www)
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01.10.2008
Prof. Dr. Fritz Fleischmann, Babson College
"Entrepreneurship as a Way of Life" (www) -
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01.10.2008
Prof. Dr. Jürgen Schmude, Ludwig-Maximilians-Universität München
"Gründungsunterstützung: Wie gut sind unsere Hochschulen aufgestellt?" - "Wohin geht die Reise?“ (www) -
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01.10.2008
Jürgen Egeln, Sandra Gottschalk, Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung
"Spin-offs und ihre akademischen Mütter" (www) -
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01.10.2008
Susan Müller, Schweizerisches Institut für Klein- und Mittelunternehmen, Universität St. Gallen
"Die unternehmerische Kraft von Studierenden im internationalen Vergleich: Die Ergebnisse des ISCE-Projektes" (www) -
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01.10.2008
Prof. Niclas Adler, Ph.D., Jönköping International Business School
"Entrepreneurship in Established Structures" (www)


Rückblick EXIST-Kongress 2008