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Hochschule Geisenheim University: Gründungsfabrik Rheingau

EXIST-Potentiale fördert innerhalb der nächsten vier Jahre insgesamt 101 Projekte an 142 Hochschulen und Universitäten. Eines davon ist die „Gründungsfabrik Rheingau“ - ein gemeinsames Projekt der Hochschule Geisenheim und der EBS Universität für Wirtschaft und Recht. Ihr Ziel ist es, die Zahl der Ausgründungen an beiden Hochschulen zu erhöhen und zugleich nachhaltiges, soziales und ökologisches Unternehmertum in der Region zu fördern.

Forschungsanstalt auf dem Campus der Hochschule Geisenheim Forschungsanstalt auf dem Campus der Hochschule Geisenheim
© Hochschule Geisenheim/pps-studios.com

Weit über das idyllische Rheingau hinweg hat sich die Hochschule Geisenheim in den letzten Jahrzehnten weltweit einen Namen für Bildung und Forschung im Bereich der Sonderkulturen im Wein- und Gartenbau und deren vielfältigen Produktions- und Verarbeitungsbereichen (vor allem Getränke) gemacht. Hinzu kommen Planung und Gestaltung im Bereich der Landschaftsarchitektur, des Landschaftsbaus und des Naturschutzes. Viele der über 1.700 Studierenden aus dem In- und Ausland kommen dabei nicht selten aus Unternehmerfamilien. Die enge Verzahnung von Lehre, Forschung und praktischer Anwendung bietet ihnen eine ideale Grundlage, um sich zum Beispiel auf die Übernahme des elterlichen Weinbau- oder Gartenbaubetriebs vorzubereiten oder ein neues innovatives Geschäftsmodell zu entwickeln. „In den letzten Jahren hat zudem das Interesse an der Gründung von Start-ups deutlich zugenommen. Wir merken, dass die Studierenden immer experimentierfreudiger werden und intensive Forschung betreiben. Dadurch entstehen natürlich viele innovative Ideen. Getüftelt wird gerne an neuen oder verbesserten Getränken – von Weinen über Fruchtsäfte bis hin zu Kaffee. Pfiffige Ideen kommen auch von Absolventinnen und Absolventen der Lebensmittellogistik oder der Landschaftsarchitektur“, sagt Dr. Elena Siebrecht, Wissenstransfermanagerin an der Hochschule Geisenheim.

Kooperation mit EBS Universität für Wirtschaft und Recht
Mit ihren Forschungsschwerpunkten entlang der gesamten Wertschöpfungskette von Sonderkulturen verfügt die Hochschule Geisenheim über ein hohes Potential an technischem und fundiertem Wissen für innovative und zukunftsorientierte Geschäftsideen. Dabei profitieren die gründungsinteressierten Studierenden, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (zukünftig) auch vom unternehmerischen Know-how der EBS Universität für Wirtschaft und Recht, einer der ältesten privaten Wirtschaftsuniversitäten in Deutschland mit Standorten in Wiesbaden und Oestrich-Winkel. Denn: Mit ihrem Projekt „Gründungsfabrik Rheingau“ im Rahmen des Förderschwerpunkts „Potentiale heben" von EXIST-Potentiale bauen die EBS und die Hochschule Geisenheim gemeinsam das Gründungsökosystem in der Region weiter aus. „Wir möchten ein Zuhause für Gründungsinteressierte im Rheingau etablieren. Die Region bietet viele Ideenansätze, die Studierende durch die Praxisnähe der Lehre und Forschung der Hochschule Geisenheim frühzeitig kennenlernen. Dieses Wissen können die Gründungsinteressierten nutzen, um ihre Ideen in der Gründungsfabrik erfolgreich weiter zu entwickeln“, sagt Rama Suleiman, Projektkoordinatorin der Gründungsfabrik Rheingau an der Hochschule Geisenheim.

Digitaler Auftakt der „Gründungsfabrik Rheingau“
Der Startschuss für die „Gründungsfabrik Rheingau“ fiel am 3. Juni 2020. Pünktlich, um 17 Uhr, konnten die beiden Co-Projektkoordinatoren Rama Suleiman und Dr. Christoph Munck über 100 Interessierte per Live-Stream begrüßen. Anschließend ging es per Video-Rundgang durch die Räumlichkeiten der Gründungsfabrik – einem unter Denkmalschutz stehenden Fabrikgebäude. Den Höhepunkt der Veranstaltung bildeten die anschließenden Live-Pitches von zwei Gründungsteams aus beiden Hochschulen: Dazu gehörte zum einen das Team ebb&flow der Hochschule Geisenheim mit seiner Idee für einen nachhaltigen und ressourcenschonenden Einsatz von Edelstahlfässern im Weinausschank. Zum anderen präsentierte das EBS-Team PlantYourAir ein innovatives System zur Verbesserung der Luftqualität in Arbeitsräumen. Beide Teams hatten übrigens jede Menge damit zu tun, Fragen aus dem per Chatfunktion zugeschalteten Publikum zu beantworten.

Dr. Christoph Munck und Rama Suleiman auf der Eröffnungsfeier der „Gründungsfabrik Rheingau“ Dr. Christoph Munck und Rama Suleiman auf der Eröffnungsfeier der „Gründungsfabrik Rheingau“
© Dr. Christiane Jost, Hochschule Geisenheim

Tore der „Gründungsfabrik Rheingau“ stehen offen
Nach der erfolgreichen Auftaktveranstaltung hat die „Gründungsfabrik Rheingau“ nun die Arbeit aufgenommen. Neben der Bereitstellung von Co-Working-Arbeitsplätzen wird es spezielle Angebote geben. Wobei an der Planung der Workshops und der Ausgestaltung der Gründungsberatung immer auch die EBS beteiligt ist.

Co-Working Arbeitsplätze in der „Gründungsfabrik Rheingau“ Co-Working Arbeitsplätze in der „Gründungsfabrik Rheingau“
© Dr. Elena Siebrecht, Hochschule Geisenheim

Ringvorlesungen vermitteln Gründungsinteressierten das notwendige unternehmerische Know-how. In Workshops entwickeln die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Ideen bis zur Umsetzung. Ergänzend dazu wird es spezielle Angebote geben. Bei der Social-Innovation-Challenge zum Beispiel, die im Juni 2020 stattfand, haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über einen Zeitraum von zweieinhalb Wochen mit Expertinnen und Experten zusammengearbeitet, um innovative Ideen zu entwickeln und zu präsentieren. Ein weiteres Programm ist ab August geplant. Dann werden Gründungsinteressierte, die bereits eine Idee haben, an der Entwicklung ihrer Geschäftsideen arbeiten und detaillierte Businesspläne entwickeln.

Geplant sind außerdem Netzwerkveranstaltungen, die den Austausch zwischen den Gründerinnen und Gründern mit regionalen Unternehmen sowie Gründungsakteuren ermöglichen. Nicht zuletzt sollen sich natürlich auch die Gründungsinteressierten von beiden Hochschulen intensiv mit einander vernetzen.

Stand: Juli 2020

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