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2.500 EXIST-Gründerstipendien: Die fünf neuesten Teams auf einen Blick

Das EXIST-Gründerstipendium unterstützt innovative Unternehmensgründungen aus Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Im Mai 2021 wird das nunmehr 2.500. Stipendium bewilligt. Aus diesem Anlass stellen wir die fünf jüngst geförderten Gründungsteams vor.

EXIST-Vorhaben AllCup – Essbare Kaffeebecher

Das Team von AllCup: Martin Nauen, Sarah Theresa Schulte und Lara Wagemann Das Team von AllCup: Martin Nauen, Sarah Theresa Schulte und Lara Wagemann
© REACH - EUREGIO Start-up Center

Das EXIST-Start-up AllCup hat einen innovativen Ansatz entwickelt, um dem Problem der Umweltverschmutzung durch Einwegbecher entgegenzutreten. Um einen Einblick in die Dimensionen des Verbrauchs von Einwegbechern zu bekommen, hier ein paar Fakten: In Deutschland werden stündlich etwa 320.000 Einwegbecher für Heißgetränke verbraucht, pro Jahr sind das rund 2,8 Milliarden Einwegbecher.

Lara Wagemann, Sarah Theresa Schulte und Martin Nauen von der Fachhochschule Münster arbeiten an einer Beschichtungstechnologie für Coffee-to-go-Becher aus essbaren Waffeln. Das Gründungsteam hat damit ein Produkt entwickelt, das hitze- und wasserbeständig sowie frei von Mikroplastik ist. Zudem erfüllt ihr Produkt die anstehenden neuen Verordnungen auf Bundes- sowie EU-Ebene zur Vermeidung von Kunststoffabfällen.

Das EXIST-Start-up wird ab Juli 2021 für 12 Monate mit EXIST-Gründerstipendium vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert und vom Gründungsnetzwerk der Fachhochschule Münster betreut. Die Gründerinnen und Gründer planen bereits, ihr Produkt auf weitere Bereiche der Lebensmittelverpackung auszudehnen.

Weitere Informationen und Quelle:
Website von AllCup

EXIST Vorhaben Disaster Relief Systems (DRS)

Das Team von Disaster Relief Systems Das Team von Disaster Relief Systems: John-Henning Peper, Frank Amankwah, Stephan Busch, Thu Hoang, Sören Lohse
© Technology of Disaster Relief Systems

Das EXIST-Start-up Disaster Relief Systems (DRS) hat sich zum Ziel gesetzt, neuartige Wasseraufbereitungsgeräte für den Einsatz in Krisengebieten zu entwickeln, zu produzieren und zu vermarkten.

Die Innovation der Gründer – John-Henning Peper, Frank Amankwah und Sören Lohse – ist eine Wasseraufbereitungsanlage, die mithilfe einer pneumatisch gesteuerten Wasserumkehr eine vollautomatische Filterreinigung ermöglicht. Die Technologie erzielt am Einsatzort eine Zeitersparnis von etwa 25 Prozent im Vergleich zu herkömmlichen Wasseraufbereitungsgeräten. Darüber hinaus wird der Personaleinsatz zur Bedienung des Systems um bis zu 60 Prozent reduziert.

Das EXIST-Startup wird ab Juni 2021 mit EXIST-Gründerstipendium vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert und vom Gründungsnetzwerk der Universität Leipzig betreut. Durch die wachsende Anzahl an humanitären Einsätzen in Krisengebieten wächst auch der Markt für Wasseraufbereitungssysteme signifikant. Kunden sind unter anderem Hilfswerke, NGOs und das Militär.

Weitere Informationen und Quelle:
Disaster Relief Systems (DRS)
Disaster Relief Systems (DRS) bei LinkedIn

EXIST-Vorhaben HIIVE – neuartiger Bienenstock

Das Team von HIIVE Das Team von HIIVE: Philip Potthast, Fabian Wischmann
© www.hiive.eu

Das EXIST-Gründerteam HIIVE plant, Honigbienen mit einem industriell herstellbaren und artgerechten Bienenstock eine neue, gesunde Heimat zu geben.

Das Team – Philip Potthast, Fabian Wischmann und Anders Svendsen – hat sich zum Ziel gesetzt, einen Bienenstock zu entwickeln, der die Spezifikationen des natürlichen Bienenhabitats (Baumhöhle) vollständig nachahmt. Ein stabiles Mikroklima sorgt dafür, dass die Bienen gesund und natürlich leben sowie widerstandsfähiger gegen Parasiten und Erkrankungen werden und somit sonst häufig genutzte Chemikalien gar nicht erst zum Einsatz kommen müssen. Die Idee von HIIVE besteht darüber hinaus darin, den Bienenstock nicht nur als physisches Produkt zu denken, sondern auch ein digitales Monitoring des Bienenstocks per Kampanion-App anzubieten. Parameter wie z.B. Gewicht, Temperatur, oder Feuchtigkeit können überwacht werden, um Rückschlüsse auf den Zustand des Bienenvolkes ziehen zu können. Das Projekt wird im Rahmen des EXIST-Gründerstipendiums vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

Ein Ziel der Gründer ist es, die gewonnenen Daten über den Zustand des Ökosystems perspektivisch der Forschung/Wissenschaft zugänglich zu machen und eine Community von HIIVE Besitzern aufzubauen, die sich über die dazugehörige App vernetzen und austauschen kann. In diesem Jahr wird die zweite, verbesserte Version des Prototypen einem Feldtest unterzogen und weiter zur Serienreife entwickelt.

Weitere Informationen und Quelle:
Website von HIIVE

EXIST-Vorhaben InduSAFE – Software zum Schutz vor Arbeitsunfällen

Das Team von InduSafe Das Team von InduSafe
© Indusafe

Das EXIST-Gründungsteam InduSAFE will mit intelligenter Bildverarbeitungssoftware die Arbeitssicherheit in Produktions- und Logistikumgebungen deutlich erhöhen.

Das Team InduSAFE – bestehend aus Mustafa Erol, Ilkin Hüseynzade, Aygün Baltaci und Eva Mühlebach - löst das Problem vermeidbarer Arbeitsunfälle zwischen Arbeiterinnen, Arbeitnehmern und Maschinen. Dafür entwickelt InduSAFE eine Software, die mithilfe von beliebigen Kamerasystemen in einer Fabrik oder einem Lagerhaus Arbeitsunfälle in Echtzeit antizipiert und verhindert. Kommt beispielsweise eine Arbeiterin oder ein Arbeiter einem Gabelstapler zu nahe, warnt das System zunächst die Fahrerin oder den Fahrer und stoppt gegebenenfalls den Stapler automatisch. Zusätzlich werden die korrekte Verwendung der persönlichen Schutzausrüstung von Arbeiterinnen und Arbeitern (wie z.B. Schutzhelme, Masken, Sicherheitsschuhe) und Maschinenanomalien (z. B. Überhitzung, Rauchentwicklung) überwacht. Außerdem analysiert die Software menschliche Verhaltensauffälligkeiten, da z.B. Ermüdungserscheinungen die Unfallwahrscheinlichkeit erhöhen können. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen von EXIST-Gründerstipendium gefördert.

Mit einer erfolgreichen Etablierung von InduSAFE wird der Bedarf an menschlicher Arbeitskraft für verschiedene Automatisierungsaufgaben im Bereich der Arbeitssicherheit entfallen. Außerdem wird die aktive Prävention von Arbeitsunfällen durch Künstliche Intelligenz (KI) den Weg für weitere KI-basierte Anwendungen ebnen, um die Entwicklung in Richtung Industrie 4.0 zu fördern.

Weitere Informationen und Quelle:
Website von InduSAFE

EXIST-Vorhaben RECREWT – digitale Matching-Plattform für Azubi-Recruiting

Das Team von RECREWT Das Team von RECREWT: Bianca Kujath, Verena Sedlmeier, Fabian Bachfischer und Philipp Bachfischer
© RECREWT

Das EXIST-Gründungsteam RECREWT will mit Hilfe einer branchenübergreifenden, digitalen Matching-Plattform das Azubi-Recruiting revolutionieren.

Das Team – Bianca Kujath, Verena Sedlmeier, Fabian Bachfischer und Philipp Bachfischer – möchte mittels selbstlernender Algorithmen den Matching-Prozess zwischen Ausbildungssuchenden und Ausbildungsbetrieben passgenauer und nachhaltiger gestalten. Branchenübergreifend werden vakante Ausbildungsstellen aus den über 300 verschiedenen dualen Berufsausbildungen individuell und effektiv mit den Ausbildungssuchenden zusammengebracht. Neben der wissenschaftlichen Fundierung der Matchingfaktoren sind dem Team auch Gamification-Ansätze wichtig, um die Plattform nachhaltig zum Erfolg zu führen. Das Projekt wird im Rahmen des EXIST-Gründerstipendiums vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

Mit einer erfolgreichen Etablierung von RECREWT können gesellschaftlich relevante Probleme wie der steigende Fachkräftemangel und die Jugendarbeitslosigkeit grundsätzlich angegangen und im besten Fall positiv beeinflusst werden.

Weitere Informationen und Quelle:
Website von RECREWT

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