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Der EXIST-Beirat

Der Sachverständigenbeirat von EXIST berät nicht nur die regionalen Netzwerke bei der Entwicklung und Umsetzung ihrer Handlungskonzepte; er unterstützt auch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie in der konsequenten Fortentwicklung der übergreifenden Maßnahmen wie z.B. EXIST-Gründerstipendium.

Prof. Dr. Friederike Welter

Prof. Dr. Friederike Welter ist Präsidentin des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn und Lehrstuhlinhaberin an der Universität Siegen. Seit 2015 ist sie Vorsitzende des EXIST-Sachverständigenbeirats.

„Die Unternehmen des Silicon Valleys werden immer wieder in der Öffentlichkeit als vorbildhaft für die deutsche Wirtschaft hervorgehoben. Die US-amerikanische Art zu wirtschaften ist aufgrund der dortigen Rahmenbedingungen allerdings nur begrenzt mit dem Unternehmertum in Deutschland vergleichbar. In einer Hinsicht ist das Silicon Valley-Modell jedoch ganz klar vorbildhaft: In seiner engen Nähe zu Universitäten, an denen zudem ein motivierendes Gründungsklima herrscht. Dies gilt es auch hierzulande zu fördern. Deswegen engagiere ich mich im EXIST-Beirat: Der Erfolg der verschiedenen EXIST-Förderprogramme spricht für sich – egal, ob es darum geht, Finanzhürden zu überwinden, den Zugang zu Gründungsnetzwerken zu bekommen oder die technische Machbarkeit der Gründungsidee zu überprüfen.“

Andrea Frank

Andrea Frank ist Programmleiterin Forschung, Transfer und Wissenschaftsdialog und Geschäftsführerin der Stiftung Bildung und Gesellschaft im Stifterverband. Sie verantwortet u.a. das Transfer-Audit und ist Autorin des Gründungsradars. Darüber hinaus ist sie Mitglied im Hochschulrat der Hochschule Ostwestfalen-Lippe sowie Gutachterin und stellvertretende Vorsitzende des Gutachtergremiums in der Förderinitiative „Validierung des Innovationspotenzials wissenschaftlicher Forschung – VIP+“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Des Weiteren gehört sie dem Beirat der Social Entrepreneurship Academy München an sowie dem Transferbeirat des Projektes „Innovation Hub“ der BTU Cottbus und TH Wildau im Rahmen des Förderprogramms „Innovative Hochschule.

„EXIST ermöglicht die Entwicklung der Gründungskultur an Hochschulen: Es fördert Gründungsinteressierte und ihre Ideen und stärkt die Gründungsunterstützung der Hochschulen. Um diesen Impuls stetig weiterzuentwickeln engagiere ich mich im EXIST-Beirat.“


Dr. Merle Arnika Fuchs

Als Gründerin und Inhaberin des TechnologieContors berät Dr. Fuchs innovative Start-ups und Hightech-Wachstumsunternehmen. Darüber hinaus ist sie Co-Gründerin von acht Hightech-Start-ups, Scout des High-Tech Gründerfonds sowie Jury-Mitglied bei EXIST-Forschungstransfer, beim IQ-Preis Mitteldeutschland, der Leibniz-Gemeinschaft und beim bundesweiten Wettbewerb Science4Life.

„EXIST ist eines der wichtigsten Förderprogramme für innovative Gründerinnen und Gründer - auch im internationalen Vergleich. Es trägt dazu bei, das Gründungsumfeld zu verbessern, die Gründungsmotivation zu steigern sowie Methoden zur Gründungsunterstützung weiter zu entwickeln. Die Förderung durch EXIST beinhaltet neben der finanziellen Unterstützung auch Seminar-, Coaching- und Infrastrukturangebote. Diese „Instrumente“ führen zu qualitativ hochwertigen Gründungsprojekten, die sowohl für potenzielle Kunden als auch Investoren sehr interessant sind.“


Dr. Jens-Peter Gaul

Dr. Jens-Peter Gaul ist Generalsekretär der Hochschulrektorenkonferenz. Zuvor leitete er die Kooperationsstelle EU der Wissenschaftsorganisationen (KoWi) und leitete den Bereich „Perspektiven der Forschung“ beim Vorstand der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Sein besonderes Interesse gilt der internationalen Diskussion um Rankings und Evaluierungsmethoden im Hochschulbereich sowie dem Transfer von Forschungsergebnissen in die Praxis.

„Die Hochschulrektorenkonferenz begrüßt die Zielsetzung der bisherigen EXIST-Förderung, eine Gründungskultur an Hochschulen zu implementieren. Wichtig ist, dass sich dieses Förderangebot an alle Hochschultypen richtet – unabhängig von Größe und Profil. Die EXIST-Programme geben dem Wissens- und Technologietransfer im Bereich der Ausgründungen eine sichtbare Dynamik. Nicht zuletzt werden darüber neue Wertschöpfungsketten sowohl regional als auch überregional erschlossen. Für Hochschulen wird es damit zunehmend attraktiv, sich als Ausgangspunkt für Gründungsaktivitäten zu etablieren und die gesellschaftliche und ökonomische Entwicklung Deutschlands mit zu gestalten.“

Prof. Dr. Rüdiger Kabst

Prof. Dr. Rüdiger Kabst ist Vizepräsident für Wissens- und Technologietransfer, Leiter des Technologietransfer- und Existenzgründungs-Centers (TecUP) und Lehrstuhlinhaber für International Business an der Universität Paderborn. Durch das Innovationsquartier garage33 unterstützt er Start-ups sowie disruptiv agierende Unternehmen.

„EXIST trägt wesentlich dazu bei, innovationsgetriebene Gründungen aus Hochschulen zu initiieren. Infrastruktur für Ausgründungen sowie individuelle Förderung von jungen Gründerinnen und Gründern sind essentiell, um das Gründungspotential zu erschließen. Durch Start-ups werden Forschungserkenntnisse zu marktfähigen Innovationen. Sie leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Zukunftsfähigkeit Deutschlands. Gerade in der Pre-Seed Phase bedürfen diese jedoch gezielter Förderung. EXIST bietet daher die Chance, innovative Gründungsideen umzusetzen.“

Dr. Thomas Kathöfer

Der ehemalige Generalsekretär der Hochschulrektorenkonferenz ist seit 2015 Hauptgeschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V., die gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Staat für die Förderung der Innovationskraft des Mittelstandes steht.

„EXIST hat maßgeblich dazu beitragen, dass sich die Gründungsförderung an den Hochschulen – neben Forschung, Lehre, Transfer, Internationalisierung etc. – als weiterer profilgebender Leistungsbereich etablieren konnte. Dennoch gibt es Entwicklungspotenziale in diesem Bereich: So könnte im Rahmen des weiterentwickelten EXIST-Programms die intensivere Kooperation zwischen Ausgründungen und mittelständischen Unternehmen im regionalen Umfeld der Hochschulstandorte angeregt werden. Hiervon würden alle Beteiligten profitieren: Die Ausgründungen erhalten u.a. gezielte Unterstützung bei der Markterschließung, die involvierten Unternehmen Innovationsimpulse zur Stärkung ihrer Wettbewerbsfähigkeit. Die jeweiligen Standorte gewinnen durch attraktive Arbeitgeber, zukunftsträchtige Arbeitsplätze und Steueraufkommen. Insofern hat EXIST Zukunft und sorgt für Zukunft!“

Prof. Dr. Tobias Kollmann

Prof. Dr. Tobias Kollmann ist Inhaber des Lehrstuhls für E-Business und E-Entrepreneurship an der Universität Duisburg-Essen. Seit 1996 befasst er sich mit wissenschaftlichen Fragestellungen rund um die Themen Internet, E-Business und E-Commerce. Dabei gehört er selbst zu den Pionieren der deutschen Internet-Gründerszene und elektronischen Marktplätze. 2012 wurde er zum „Business Angel des Jahres“ gewählt. Seit 2013 ist er Vorsitzender des Beirats „Junge Digitale Wirtschaft“ im BMWi. Von 2014 bis 2017 war er Landesbeauftragter für die Digitale Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen.

„EXIST-Gründerstipendium und EXIST-Forschungstransfer sind ein fester Bestandteil meiner Kommunikation mit gründungsinteressierten Studierenden. Deren Förderung ergibt allerdings nur Sinn, wenn sie entsprechend ausgebildet werden und der Gründungsprozess begleitet wird. Umso wichtiger ist es, dass in ausreichender Zahl Lehrstühle für Entrepreneurship zur Verfügung stehen. Deswegen wünsche ich mir für die Zukunft, dass auch wieder Lehrkörper und übergreifende Lehrkonzepte durch EXIST gefördert werden.

Mag.a Silvia Laimgruber

Von 2007 bis 2018 leitete Mag.a Silvia Laimgruber das Impulsprogramm „AplusB – Academia plus Business“. Die Förderung ermöglichte den Aufbau von „AplusB“ Inkubatoren in Österreich mit dem Ziel, akademische Start-ups zu unterstützen. Seit 2017 ist Mag.a Silvia Laimgruber Leiterin des Förderprogramms Spin-off Fellowship. Es setzt frühzeitig Impulse an Hochschulen und Forschungseinrichtungen, um das Umfeld für zukünftige Spin-offs zu verbessern. Darüber hinaus ist sie stellvertretende Bereichsleiterin der Strukturprogramme in der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG.“

„Akademische Spin-offs spielen im Bereich des Technologietransfers eine wichtige Rolle. Um diesen Prozess nachhaltig und erfolgreich voranzutreiben, muss das Thema ‚Existenzgründung‘ jedoch noch stärker und nachhaltiger an den Hochschulen verankert werden. EXIST setzt hier seit vielen Jahren maßgebliche Akzente mit unterschiedlichen Förderformaten. Durch meine Teilnahme am EXIST-Beirat haben wir die Chance, vom gegenseitigen Erfahrungsaustausch zu profitieren und die Spin-off-Förderung in beiden Ländern stetig zu verbessern.“

Dr. Rainer Lange

Als Leiter der Abteilung Forschung in der Geschäftsstelle des Wissenschaftsrats unterstützt er den Wissenschaftsrat dabei, Empfehlungen und Stellungnahmen zur Organisation, Förderung und Leistungsbewertung von Hochschulen und außerhochschulischen Forschungseinrichtungen zu verfassen.“

„Unternehmensgründungen spielen eine zunehmend wichtige Rolle, um aus der Wissenschaft heraus gesellschaftliche Veränderungen zu bewirken. Dieser Weg wird in Deutschland noch viel zu selten eingeschlagen. Das Programm EXIST trägt entscheidend dazu bei, diese Option bekannter zu machen und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zur Unternehmensgründung zu ermuntern.


Agnes von Matuschka

Als ehemalige Leiterin des Centre for Entrepreneurship an der Technischen Universität Berlin hat Agnes von Matuschka zahlreiche Start-ups betreut. Darüber hinaus hat sie im Jahr 2011 die Auszeichnung „EXIST-Gründungskultur – Die Gründerhochschule“ für die TU Berlin eingeworben. Seit 2018 ist sie für das Management des Wissenschaftspark Potsdam-Golm verantwortlich und leitet die Standortmanagement Golm GmbH. Im Wissenschaftspark Potsdam-Golm sollen in den kommenden Jahren 100 Unternehmen aus den Life Sciences und Hightech-Branchen angesiedelt werden.

„Als Exzellenzprogramm ist EXIST ein fester Bestandteil des Wissens- und Technologietransfers an Hochschulen. Gerade weil Ausgründungen dabei eine bedeutende Rolle spielen, ist es umso wichtiger, dass Förderinstrumente wie EXIST-Forschungstransfer und EXIST-Gründerstipendium weitergeführt werden. Dies gilt auch für die Förderung der Gründungsaktivitäten an den Hochschulen durch EXIST. Für die Zukunft sollten dabei die Weiterentwicklung der Gründerservices in Richtung professionelle Serviceeinrichtungen und Netzwerkpunkte im Mittelpunkt stehen.“


Andrea Pfundmeier

Mit Unterstützung von EXIST-Gründerstipendium hat Andrea Pfundmeier gemeinsam mit Robert Freudenreich 2011 die Secomba GmbH gegründet. Das Unternehmen bietet die cloud-optimierte Verschlüsselungssoftware Boxcryptor an. Seit der Gründung wurde das Team mehrfach ausgezeichnet. In 2013 hat Secomba den Deutschen Gründerpreis erhalten, im Jahr 2017 stand Andrea Pfundmeier auf der Forbesliste 30under30. 2012 gehörte sie zu den Gewinnerinnen des HVB Gründerinnen Mentoring Programms.

„Eine wichtiger Grund, warum ich den EXIST-Beirat gerne unterstütze ist: Ohne EXIST hätten Robert Freudenreich und ich uns sehr wahrscheinlich für attraktivere Angebote aus der Wirtschaft entschieden. Dann hätten wir kein Unternehmen mit heute über 30 Mitarbeitern aufgebaut. Irgendwann kam dann der Punkt, wo wir gesagt haben, dass wir auch etwas zurückgeben und anderen Gründerinnen und Gründern von unseren Erfahrungen berichten und sie motivieren möchten. Wenn ich als EXIST-Beirätin dazu einen Beitrag leisten kann, mache ich das natürlich gerne.“


Prof. Falk F. Strascheg

Der Gründer des Strascheg Institutes for Innovation and Entrepreneurship am Standort Wiesbaden der EBS European Business School Oestrich-Winkel und des SCE Strascheg Center for Entrepreneurship an der Hochschule München ist seit 2018 Honorarprofessor für Entrepreneurship an der Fakultät für Wirtschaftsingenieurwesen der Hochschule München. Darüber hinaus hat er in 2013 das Polytech Strascheg Russisch-Deutsches Zentrum für Innovation und Entrepreurship an der „Peter the Great St. Petersburg Polytechnic University“ (SPbPU) gegründet.

„Seit dem Start des EXIST-Programms engagiere ich mich für die Intensivierung einer Gründungskultur an deutschen Hochschulen und Forschungsinstituten. Da mir dies sehr am Herzen liegt, habe ich über meine Stiftungen zwei Institute für Entrepreneurship gegründet, die sich seit Jahren erfolgreich um eine Verbesserung der Gründerkultur kümmern. Eine kontinuierliche Erneuerung unserer Industrie durch neue Unternehmen ist mir ein besonderes Anliegen.“


Dr-Ing E.h. Uwe Thomas

Dr-Ing E.h. Uwe Thomas war von 1998 bis 2005 Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, wo das Förderprogramm EXIST – Existenzgründungen aus der Wissenschaft ursprünglich entwickelt wurde. Zuvor war er u.a. Vorsitzender der Geschäftsführung des Berufsfortbildungswerkes (bfw).

„EXIST hat die Gründerszene in Deutschland beflügelt. Kritisch beurteile ich allerdings die Wachstumsfinanzierung junger innovativer Unternehmen in Deutschland. Es wird Zeit, die Rahmenbedingungen für Venture Capital in Deutschland grundlegend zu verbessern. Darüber hinaus halte ich ein Programm, welches die Einstellung von FuE-Personal subventioniert, für sinnvoll. Allerdings sollte dieses Programm nur den Zuwachs fördern und nicht den Bestand. Gerade junge Unternehmen sind auf Neueinstellungen von FuE-Personal angewiesen und würden von einem solchen Programm profitieren.“


Prof. Dr. Günther Tränkle

Dr. Günther Tränkle ist Leiter des Ferdinand-Braun-Instituts am Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik sowie Professor an der Technischen Universität Berlin für das Fachgebiet Mikrowellen- und Optoelektronik. Von 2013 bis 2018 war er kommissarischer Direktor des Leibniz-Instituts für Kristallzüchtung.

„Angewandte Forschung ergibt ohne aktiven Technologietransfer keinen Sinn. Innovative Unternehmensgründungen benötigen dafür jedoch eine zielgerichtete Förderung, wie zum Beispiel EXIST – Existenzgründungen aus der Wissenschaft. Als Mitgründer und Unterstützer von elf Start-ups engagiere ich mich daher als Mitglied im EXIST-Beirat.“