Start-up Junge Frau vor Wand mit Rakete - Motiv

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Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) unterhält neben EXIST auch weitere Förderprogramme für Jungunternehmen und Start-ups. Anfang September hat das BMWK die von ihm in Auftrag gegebene Ex-ante Analyse zum Förderprogrammprogramm INVEST veröffentlicht.

Aufgabe der Studie war es, zu prüfen, ob und inwieweit das Programm auch mit den Regeln des EU-Beihilferechts zehn Jahre nach Bestehen des Zuschussprogramms noch erforderlich ist. Das bisherige Förderprogramm läuft Ende des Jahres 2022 aus.

Als Ergebnis halten die Studienautoren u.a. die Förderung von Anschlussfinanzierungen der Business Angels in ihre bisherigen Beteiligungsunternehmen für verzichtbar und regen in der extremsten Variante für die Erstinvestition (Erwerbszuschuss) einer Investorin oder eines Investors die ausschließliche Förderung von Virgin Angels an. Das sind Investierende, die noch nie zuvor in Start-ups investiert haben. In abgeschwächten Varianten wird die Festlegung eines Gesamtförderpakets pro Angel vorgeschlagen bzw. die Reduzierung des maximal förderbaren Investitionsbetrags (bisher 500.000 Euro pro Jahr).

Trotz des inhatlichen Verweises darauf, dass INVEST fortgeführt werden soll, zeigt sich der Verband der Business Angels besorgt: „Es besteht die große Gefahr", so Roland Kirchhof, Vorstand von Business Netzwerk Deutschland (BAND), „dass der Start-up Standort Deutschland, der zuletzt aufgeholt hat, wieder stark zurückfällt, weil die Förderung im Vergleich zum Ausland, insbesondere Großbritannien, unattraktiv zu werden droht.“

Die Studie stammt vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Zusammenarbeit mit Technopolis Deutschland.

Weitere Informationen und Quelle:

Business Angels Netzwerk Deutschland