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TU Braunschweig und Ostfalia: mehr multinationale Start-ups

Multinational zusammengesetzte Start-ups, die sich in der Region Braunschweig niederlassen: das ist das Ziel der Technischen Universität Braunschweig und der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften. In ihrem EXIST-geförderten International Entrepreneurship Programm „INternationalTEKNOwlogy” sprechen sie dazu gezielt Forschende und Studierende an Hochschulen in der Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg und im Ausland an.

Technische Universität Braunschweig, Altgebäude

Technische Universität Braunschweig, Altgebäude

© Marisol Glasserman, TU Braunschweig

Gründungsinteressierte Studierende und Forschende, deren Ideen das Zeug dazu haben, den internationalen Markt zu erobern, sind in Braunschweig gut aufgehoben. Die High-Potentials erwartet ein strukturiertes Programm sowie eine umfassende Betreuung und ein internationales Netzwerk, um ihre Geschäftsidee zu entwickeln und sich auf eine unternehmerische Karriere vorzubereiten.

Zu den Akteuren gehören der Entrepreneurship Hub der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften und der TU Braunschweig, das Institut für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik, das Institut für Konstruktionstechnik sowie die Technologietransferstelle an der TU Braunschweig. Hinzu kommen die Mitglieder des Netzwerks der Metropolregion Hannover - Braunschweig - Göttingen Wolfsburg.

Programm im In- und Ausland bewerben

Studierende, Absolventinnen und Absolventen sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an der Technischen Universität Braunschweig und den Hochschulen der Region Braunschweig werden mittels umfangreicher Social-Media-Kampagnen, Vorlesungen und Workshops auf die Angebote des Entrepreneurship Programms aufmerksam gemacht.

Vor allem aber möchten die Initiatoren auch im Ausland Interesse an dem Braunschweiger Gründungsgeist wecken. Dazu pflegen die Beteiligten des Verbundprojekts Partnerschaften zu Hochschulen in der ganzen Welt, wie der Tampere University of Applied Sciences (Finnland), der University of Rhode Island (USA), dem Instituto Politécnico de Setúbal (Portugal), dem Birla Institute of Technology and Science, Pilani (Indien), dem Indian Institute of Technology Bombay (Indien), der Tongji University (China) und dem Singapore Institute of Manufacturing Technology.

Dieses Netzwerk wächst stetig weiter und soll dazu beitragen, High-Potentials aus der ganzen Welt für die Region Braunschweig zu gewinnen. Als forschungsintensivste Region Europas hoffen die Braunschweigerinnen und Braunschweiger auf reges Interesse. Hinzu kommt: Obwohl Braunschweig bisher nicht zu den Hotspots der Gründungsszene gehört, sehen die Initiatoren von „INternationalTEKNOwlogy” dies durchaus als Vorteil: Da es weniger Teams gebe, sei man näher an den Gründerinnen und Gründern und könne eine intensivere Betreuung anbieten.

Dass die Hochschulen im Ausland durchaus offen sind und das Angebot bei sich vor Ort bewerben, liege, so die Programmverantwortlichen, nicht zuletzt daran, dass die Studierenden, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Braunschweig die Chance erhalten, eine exzellente Gründungs-Expertise zu erlangen. Idealerweise gründen die Teilnehmerinnen oder Teilnehmer ihr Start-up in Deutschland oder es entstehen internationale Start-ups, die sich in beiden Ländern entwickeln.

International Entrepreneurship Programm „INternationalTEKNOwlogy”

Das International Entrepreneurship Programm „INternationalTEKNOwlogy” besteht aus drei Veranstaltungsmodulen:

  • einer International Entrepreneurship Summer School, inkl. Matching-Veranstaltung,
  • einem Online Incubation Process und
  • einem International High-tech Entrepreneurship Start-up Camp.

Summer School: Einstieg ins Thema Gründung

Die International Entrepreneurship Summer School beginnt mit einem Online-Matching-Event, an dem Gründungsinteressierte aus Hochschulen der Region Braunschweig sowie Interessierte aus dem Ausland teilnehmen. Dabei stellen die Beteiligten ihre Gründungsideen vor. Ziel ist es, Partnerinnen und Partner zu finden und dabei internationale Gründungsteams zu bilden, um gemeinsam Forschungsergebnisse und/oder Gründungsideen zu einem Geschäftsmodell weiterzuentwickeln.

An die Matching-Veranstaltung schließt sich die Teilnahme an der International Entrepreneurship Summer School an. Die einwöchige Online-Veranstaltung fand zuletzt 2021 im September statt. Dabei entwickelten 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 24 Ländern ihre Gründungsideen zu einem ersten Entwurf für ein Geschäftsmodell weiter. Vorträge und Coachingsessions von nationalen und internationalen Expertinnen und Experten halfen den Teilnehmenden dabei, ihr Gründungswissen auszubauen. Ergänzend dazu finden sogenannte Lecture Tracks zu ingenieurwissenschaftlichen Themenfeldern statt. Im Rahmen der International Entrepreneurship Summer School 2021 wurden beispielsweise Themen wie Sustainability, Engineering Design, Digital Business Opportunities und Medical Device Innovation behandelt. Letzterem Thema widmete sich zum Beispiel Prof. Dr. Bhallamudi Ravi vom indischen Institute of Technology Bombay, der in seiner Vorlesung auf das Gründungspotenzial im medizinischen Bereich hinwies.

Den Abschluss der International Entrepreneurship Summer School bildet jeweils ein Final Pitch Event, bei dem alle Teams ihre Geschäftsideen einer Jury vorstellen. Dabei erhalten die vielversprechendsten Teams nicht nur einen Preis, sondern darüber hinaus das Angebot, ihre Gründung im Rahmen der International Entrepreneurship Incubation vorzubereiten.

International Entrepreneurship Incubation: Sprungbrett für Gründerinnen und Gründer

Der derzeit online stattfindende Incubation Process verfolgt das Ziel, die in der International Entrepreneurship Summer School ausgearbeitete Gründungsidee zu einem tragfähigen Geschäftsmodell auszuarbeiten und die Teams auf eine erfolgreiche Bewerbung des EXIST-Gründerstipendiums vorzubereiten. Im Laufe der Incubation werden Fähigkeiten unter anderen im Bereich Marketing und Kommunikation sowie zur Geschäftsmodellentwicklung vermittelt. Zudem werden die Teilnehmenden durch professionelle Coaches begleitet und mit Mentoren zusammengebracht. Idealerweise stellen die Teams im Anschluss an das Incubationprogramm den Antrag für ein EXIST-Gründerstipendium. Erst dann beantragen die Gründungspartnerinnen und -partner aus dem Ausland bei Bedarf ein Visum für ihren Aufenthalt in Deutschland.

International High-Tech Start-up Camp

Das International Entrepreneurship Start-up Camp vermittelt vor Ort weitere unternehmerische Fähigkeiten und Kompetenzen. Dazu werden Qualifizierungsbausteine sowie Vernetzungsevents angeboten und die Region um Braunschweig erkundigt. Bei den Qualifizierungsbausteinen handelt es sich um eine Kombination aus klassischer Lehre, Impulsvorträgen und Gruppenarbeiten und umfassen die Themen: Business Model Development, Trends und Marktpotenziale, Internationale Teambildung, Arbeiten in virtuellen Teams, Deutschland und die Region als Gründungsstandort, Marketing und Vertrieb sowie Finanzierung und Investoren-Pitch. Zudem bietet das Start-up Camp den Teilnehmenden die Möglichkeit, sich mit wichtigen Akteuren und Partnern in der Region, wie auch mit potenziellen Mentorinnen und Mentoren zu vernetzen.

Dieses Jahr wird das International Entrepreneurship Start-up Camp durch ein International Start-up Day ersetzt. Dieser bietet den Studierenden die Möglichkeit, Einblicke in das lokale Start-up Ökosystem in der Region Braunschweig zu gewinnen. Im Rahmen von einem interaktiven Workshop können die Teilnehmenden zusätzlich Ideen entwickeln, nützliche Fähigkeiten erwerben und lernen, wie sie diese in die Tat umsetzen können.

Veranstaltung "High Tech Entrepreneurship and Innovation Forum" (HTEIF) im Jahr 2019 mit der Keynote der ehem. Bundesministerin fåür Bildung und Forschung Anja Karliczek

Veranstaltung "High Tech Entrepreneurship and Innovation Forum" (HTEIF) im Jahr 2019 mit der Keynote der ehem. Bundesministerin fåür Bildung und Forschung Anja Karliczek

© Entrepreneurship Hub/TU Braunschweig

Abschlussveranstaltung

Einen öffentlichkeitswirksamen Abschluss soll das International Entrepreneurship Programm „INternationalTEKNOwlogy” zukünftig durch das High Tech Entrepreneurship & Innovation Forum (HTEIF) erhalten. Die bereits 2017 und 2019 erfolgreich durchgeführte Konferenz betont die Bedeutung von Hightech-Ausgründungen. Das HTEIF dient darüber hinaus als Plattform zur Inspiration und Vernetzung für Gründende und Forschende. 2023 findet die Konferenz erstmalig englischsprachig und mit einem internationalen Fokus statt. Dabei wird das Ziel verfolgt, internationale Partner als Teilnehmende zu gewinnen und den regionalen Fokus der bisherigen Konferenzen auszuweiten.

Stand: Mai 2022

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