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BMWi-Gründerwettbewerb „Digitale Innovationen“: Preisträger stehen fest

Datum
25.05.2020

Den Paketboten in festlicher Garderobe empfangen? Die Gewinner der zweiten Wettbewerbsrunde 2019 hätten in diesen Tagen dazu einen sehr guten Grund: Die Auszeichnung samt Award und Urkunde erfolgte diesmal auf dem Postweg.

Insgesamt hatten sich 222 junge Unternehmen beworben und damit das seit Jahren große Interesse der Start-up-Szene am Gründerpreis des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) erneut bestätigt. Wieder setzen viele der Gründungsideen auf künstliche Intelligenz, ermöglichen eine klimafreundlichere Energieversorgung oder die Optimierung industrieller Prozesse. Zahlreiche Bewerbungen gab es auch aus dem Bereich Digital Health – ein Thema, das durch die Corona-Pandemie weiter an Bedeutung gewinnt.

Die 20 Gewinnerteams werden am 25. Mai 2020 im Rahmen einer Online-Preisverleihung bekanntgegeben, die mit einem Grußwort des Beauftragten des BMWi für die Digitale Wirtschaft und Start-ups, Herrn Thomas Jarzombek, eingeleitet wird.

Die sechs Hauptpreise sind mit je 32.000 Euro dotiert. Über einen Hauptpreis sowie den mit zusätzlichen 10.000 Euro dotierten Sonderpreis „Gesundheit" darf sich das KI-Start-up deepc aus München freuen.

  • deepc hat mit Hilfe künstlicher Intelligenz (KI) ein System zur Verhinderung medizinischer Diagnosefehler entwickelt. Das System identifiziert in bildbasierten Diagnoseverfahren wie CT- oder Röntgenbildern auffällige Befunde, die potenziell übersehen werden könnten und zeigt diese dem befundenden Arzt visuell für die diagnostische Entscheidung an. Ein Ansatz, der auch zur Bewältigung der Corona-Pandemie beitragen kann. deepc erkennt ebenfalls Normalbefunde und ermöglicht so eine effizientere Diagnostik.

Die fünf weiteren Hauptpreisträgerteams sind:

  • Erntewächter von triLitec beugt mit der Entwicklung eines Sensorsystems dem Ausfall von Erntemaschinen durch schädliche Fremdteile vor. Das System identifiziert über elektromagnetische Wellen zuverlässig Fremdkörper wie Metalle, Kunststoff, Glas oder auch Wildtiere. Stößt es auf einen Fremdkörper, wird der Maschinenführer rechtzeitig gewarnt, der so Schaden von den Landmaschinen abwenden kann.
  • Generato ist ein Programmierwerkzeug, über das Projektmanager und Entwickler Software über leicht verständliche, visuelle Modelle erstellen können. Das Tool bietet für die Modelle dann Code-Vorlagen an, mit denen Entwickler eine Software effizient auf die jeweiligen Anforderungen anpassen können. Der Fokus liegt dabei zunächst auf der Erstellung von Web-Apps mit modernen Programmiersprachen.
  • hyperSpecs baut energieeffiziente, kleinformatige und intelligente Spektralkameras für die industrielle Bildverarbeitung. Die Kameras können kostengünstig in bestehende Überwachungssysteme eingesetzt werden. Da solche Kameras bislang sehr kostspielig waren, verbessern die Spektralkameras von hyperSpecs die Sicherheit von Mensch und Umwelt, beispielsweise bei der Überwachung von Schadstoffen in Industrieanlagen.
  • kiteKRAFT bringt die Energiegewinnung durch Windkraft zum Abheben. Die fliegenden Windkraftanlagen des Start-ups sind auf den wesentlichen Teil der Energiegewinnung reduziert: die Windflügel. Diese werden bei den KiteKRAFT-Anlagen jedoch nicht auf Masten montiert, sondern wie bei einem Kite (einem Drachen) an eine Leine gebunden, die an einer Bodenstation festgemacht ist. Auf diese Weise wird zehnmal weniger Baumaterial benötigt als bei herkömmlichen Windrädern. Die fliegenden Windanlagen sind zudem weniger sichtbar, können mobil eingesetzt werden und profitieren von höheren Windlagen.
  • novapace ist eine intelligente Einlegesohle des gleichnamigen Start-ups, die insbesondere Parkinsonerkrankte im Alltag unterstützt. Infolge der Erkrankung verschlechtert sich das Gangverhalten dieser Patienten, sodass es zu Stürzen kommen kann. Um das sichere und korrekte Gehen zu trainieren, messen Sensoren das Gangverhalten. Bei falschen Bewegungen warnt die Sohle in Echtzeit und trainiert so den korrekten Gang.

Weitere vierzehn innovative Ideen und Bewerberteams erhalten je 7.000 Euro.

Mit dem Gründerwettbewerb „Digitale Innovationen“ unterstützt das BMWi Gründungsteams bei der Umsetzung ihrer kreativen Ideen. Alle 20 Preisträgerteams erhalten neben dem Startkapital ein individuelles Coaching und Mentoring.

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