Navigationsbereich

Sie befinden sich hier:

Innovativer Ansatz gegen Corona-Viren: BMWi stockt Förderung um 5 Millionen Euro auf

Datum
30.07.2020

Das BMWi fördert bereits seit April 2020 ein innovatives Konzept für einen Impfstoff gegen die Corona-Viren, welches sich durch seinen einzigartigen polyvalenten Vektor-Ansatz von vielen derzeit verfolgten Impfstoffentwicklungen unterscheidet. Ziel ist es, neben einer möglichst starken und breiten Antikörper-basierten Immunantwort, auch SARS-CoV-2-spezifische T-Zellen zu induzieren. Somit erhöht sich die Möglichkeit, einen hoch wirksamen Impfstoff zu entwickeln, der auch bei etwaigen Mutationen des Corona-Virus schützt. Ein weiteres erklärtes Ziel ist die Bereitstellung einer geeigneten Auffrischimmunisierung sobald die Antikörperantwort bei COVID-19 erkrankten oder immunisierten Menschen abfällt.

Die unabhängige Expertenjury für das BMWi-Förderprogramm EXIST-Forschungstransfer hat daher die Mittel für das Projekt „Impfkraft“ der Universität Tübingen um 5 Millionen Euro aufgestockt. Mit dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie in Deutschland hat sich das Vorhaben vollständig auf die Entwicklung eines umfassend wirksamen Impfstoffs gegen die neuartigen Corona-Viren konzentriert und dabei beachtliche Fortschritte erzielt.

Als Ausgründung aus der Abteilung Immunologie der Universität und der Uniklinik in Tübingen ist bereits das EXIST-Start-up Prime Vector Technologies (PVT) entstanden, das sich um Fertigstellung, Zulassung und die Markteinführung des Impfstoffs bemühen wird.

Die Aufstockung der Bundesförderung erfolgte unter anderem, da die Daten der prä-klinischen Versuche überzeugten und insgesamt neun Impfstoffkandidaten mit hervorragenden Antikörperresultaten identifiziert wurden. Im Rahmen der Entwicklung werden in Kürze weiterführende Versuche an nicht-humanen Primaten in einem rennomierten Labor in den Niederlanden durchgeführt. Auch eine erste Prüfung des für die Zulassung zuständigen Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat die positiven Ergebnisse bestätigt und die beschleunigte Produktion von Impfstoffdosen zur Testung im Menschen ab August 2020 empfohlen.

Das Start-up PVT ist daher bereits in Verhandlungen mit asiatischen Partnern, um eine schnelle Impfstoffproduktion zu organisieren und zugleich internationale Kooperationspartner für die anschließenden klinischen Tests zu gewinnen. Es wird dabei vom German Accelerator des BMWi unterstützt. Eine Testung auch außerhalb von Deutschland ist wichtig, um die globale Wirksamkeit und Effizienz des Impfstoffs prüfen zu können und schnell in eine globale Massenproduktion einzusteigen.

Seite empfehlen: