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Corona-Bundes-Soforthilfen für Kleinunternehmen

Datum
30.03.2020

Die Umsetzung der Bundes-Soforthilfen für Soloselbständige, kleine Unternehmen, Freiberufler und Landwirte durch die Länder steht.

Damit können in den nächsten Tagen die Anträge auf Sofort-Hilfe bei den unten genannten Ansprechpartnern in den Ländern gestellt werden. Das Bundeskabinett hatte am 23. März 2020 Soforthilfen für kleine Unternehmen, Soloselbständige, Freiberufler und Landwirte in einem Umfang von bis zu 50 Mrd. Euro verabschiedet. Die Bundesgelder können jetzt von den Ländern abgerufen werden. Damit können in den nächsten Tagen Antragstellung und Auszahlung beginnen.

Eine Übersicht über die zuständigen Stellen in den Ländern finden Sie in der nachfolgenden Übersicht. Ebenfalls finden Sie nachfolgend einen Kurzüberblick mit den wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema.

  • Wer ist antragsberechtigt?

    Antragsberechtigt sind Soloselbständige, Angehörige der Freien Berufe und kleine Unternehmen einschließlich Landwirte mit bis zu 10 Beschäftigten (Vollzeitäquivalente), die wirtschaftlich am Markt als Unternehmen tätig sind. Sie müssen ihre Tätigkeit von einer inländischen Betriebsstätte oder einem inländischen Sitz der Geschäftsführung aus ausführen und bei einem deutschen Finanzamt angemeldet sein.

  • Wie groß ist der Umfang der Soforthilfe?

    Die Soforthilfe dient der Sicherung der wirtschaftlichen Existenz der Unternehmen und zur Überbrückung von akuten Liquiditätsengpässen in Folge der Corona-Krise. Unternehmen bzw. Selbständige aus allen Wirtschaftsbereichen mit bis zu 5 Beschäftigten können einen einmaligen Zuschuss von bis zu 9.000 Euro für drei Monate beantragen, Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten einen einmaligen Zuschuss von bis zu 15.000 Euro, ebenfalls für drei Monate.

  • Wie erbringe ich einen Nachweis über einen Liquiditätsengpass, der durch die Corona-Krise entstanden ist?

    Der Antragsteller muss versichern, dass er durch die Corona-Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten ist. Antragstellende Unternehmen dürfen sich nicht bereits am 31.12.2019 in finanziellen Schwierigkeiten befunden haben.

  • Wie erhalte ich die Auszahlung?

    Länder haben die Umsetzung und Auszahlung der Hilfen übernommen. Eine Liste der Ansprechpartner finden Sie nachfolgend.

  • Wie stelle ich den Antrag?

    Das Soforthilfe-Programm verzichtet bewusst auf ein bürokratisches Antragsverfahren, um eine rasche und unbürokratische Auszahlung zu gewährleisten. Die Angaben zum Antrag müssen aber richtig sein - Falschangaben können den Tatbestand des Subventionsbetrugs erfüllen und zu entsprechenden strafrechtlichen Konsequenzen führen. Anträge können bei den zuständigen Ansprechpartnern in den Ländern in Kürze elektronisch gestellt werden.

  • Wann endet die Antragsfrist?

    Anträge sind bis spätestens 31.05.2020 bei der zuständigen Landesbehörde zu stellen.

  • Kann ich mehrere Beihilfen miteinander kombinieren?

    Eine Kumulierung mit anderen Hilfen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie ist grundsätzlich möglich. Eine Überkompensation ist aber zurückzuzahlen. Damit der Zuschuss jetzt, wenn es wichtig ist, in vollem Umfang den Unternehmen zu Gute kommt, wird er bei den Steuervorauszahlungen für 2020 nicht berücksichtigt. Zwar ist der Zuschuss grundsätzlich steuerpflichtig, aber das wirkt sich erst dann aus, wenn die Steuererklärung für 2020 eingereicht werden muss, also frühestens im nächsten Jahr. Nur wenn im Jahr 2020 ein positiver Gewinn erwirtschaftet wurde, wird dann auf den Zuschuss der individuelle Steuersatz fällig.

Übersicht über die zuständigen Behörden oder Stellen in den Ländern
Hinweis: Die genannten Ansprechpartner können zu Länder-Soforthilfen und Bundes-Soforthilfen kontaktiert werden.

Baden-Württemberg
Antragstellung bei und Vorprüfung durch IHK und HWK, Bewilligung durch L-Bank
Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

Bayern
Regierungen und Landeshauptstadt München
Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie

Berlin
Investitionsbank Berlin (IBB)

Brandenburg
Investitionsbank des Landes
Brandenburg (ILB)

Bremen
BAB Bremer Aufbau Bank
BIS Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und
Stadtentwicklung mbH

Hamburg
Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB Hamburg)

Hessen
Regierungspräsidium Kassel

Mecklenburg-Vorpommern
Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern (LFI-MV)

Niedersachsen
Investitions- und Förderbank Niedersachsen – NBank

Nordrhein-Westfalen
Bezirksregierungen Arnsberg, Detmold, Düsseldorf, Köln, Münster
Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen

Rheinland-Pfalz
Investitions- und Strukturbank RP (ISB)

Saarland
Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr des Saarlandes

Sachsen
Sächsische Aufbaubank - Förderbank (SAB)

Sachsen-Anhalt
Investitionsbank Sachsen-Anhalt

Schleswig-Holstein
Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH)

Thüringen
Thüringer Aufbaubank

Die Antragsannahme sowie Vorprüfungen erfolgen auch über die Industrie- und Handelskammern und Handwerkskammern.

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