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Corona-Schutzschild hebelt Chancengleichheit für Start-ups aus

Datum
03.12.2020

Business Angels müssen sich mit sehr unterschiedlichen Programmen in den Bundesländern vertraut machen, wenn sie Start-ups bei der Nutzung des Corona-Schutzschild Säule II Programms unterstützen wollen.

Die gute Nachricht ist: Über den 31.12.2020 hinaus bis zum 30.06.2021 können Start-ups mit Finanzierungsmitteln aus dem Start-up Corona-Schutzschild des Bundes rechnen. Die Bedingungen sowohl für Säule I als auch für Säule II bleiben unverändert. Weitere Finanzierungsmittel des Bundes wird es (zunächst) nicht geben, da die zur Verfügung gestellte Summe von 2 Mrd. Euro noch nicht ausgeschöpft ist. Laut Bundesfinanzministerium wurden in Säule 1 bislang Anträge von Wagniskapital-Fondsmanagern mit einem Volumen von rd. 860 Mio. Euro bewilligt. Die Fonds wollen damit rd. 350 Start-ups finanzieren.

Zur Umsetzung der Säule 2 hat die KfW bislang Globaldarlehensverträge in einem Gesamtvolumen von rund 556 Mio. Euro mit den Förderinstitutionen aus folgenden Ländern geschlossen: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen. Finanzierungen in Mecklenburg-Vorpommern werden über die Landesförderinstitution in Thüringen abgewickelt.

Die Mittel der Säule II werden den Start-ups bekanntlich nicht von einer Einrichtung des Bundes, sondern von den Landesbanken und Landesförderinstituten über jeweils eigene Programme zur Verfügung gestellt. Einige dieser Banken hatten die Antragsfrist auf den 30.11.2020 gesetzt. Im Hinblick auf die Verlängerung sollten Business Angels und ihre Start-ups diese Frist nicht akzeptieren, da ein Bearbeitungstopp angesichts der Dringlichkeit nicht zu verantworten wäre.

Auf zwei wichtige Punkte ist in diesem Zusammenhang hinzuweisen:
Soweit bei Finanzierungen aus Säule II ein Angel Ko-Investment stattfindet, ist der INVEST Zuschuss für dieses Investment beihilferechtlich unschädlich. Außerdem: Klein- und Kleinstunternehmen - das sind solche mit weniger als 50 Mitarbeitern und bis zu 10 Mio. Umsatz oder Bilanzsumme - gelten nur dann als nicht förderfähiges „Unternehmen in Schwierigkeiten“, wenn sie im Insolvenzverfahren sind.

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