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EXIST-Start-up Prime Vector Technologies entwickelt Impfstoff der zweiten Generation

Datum
14.10.2020

Das durch EXIST geförderte Impfprojekt "Impfkraft" entwickelt einen COVID-19 Impfstoff der zweiten Generation. Das EXIST-Start-up "Prime Vector Technologies – PVT" aus Tübingen konnte damit unter Beweis stellen, wie wissenschaftliches Potential in Deutschland genutzt werden kann. Mit dieser neuen Generation an Impfstoffen werden die zwischenzeitlich am weitesten verbreiteten SARS-CoV-2-Varianten direkt adressiert. Zudem werden neben einer möglichst starken und breiten Antikörper-basierten Immunantwort SARS-CoV-2-spezifische T-Zellen gebildet. Damit wird auch der Schutz bei etwaigen Mutationen des Virus erhöht. Ein weiteres erklärtes Ziel für die nächste Generation an Impfstoffen ist die Bereitstellung einer geeigneten Auffrischimmunisierung sobald die Antikörperantwort bei COVID-19 erkrankten oder immunisierten Menschen abfällt.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier zeigt sich über die aktuelle SARS-CoV-2 Impfstoffentwicklung hoch erfreut und erklärt: "Deutschland ist mit dem EXIST geförderten Impfstoffprojekt von Prime Vector Technologies ganz vorn mit dabei bei der Entwicklung von Impfstoffen der zweiten Generation. Das freut uns sehr, denn Forschung und Innovationen sind zentral im Kampf gegen COVID-19."

Durch eine erneute Aufstockung von 18 Mio. € unterstützt das BMWi das EXIST Gründungsvorhaben, den bereits in Tübingen entwickleten Impfstoffkandidaten jetzt im Rahmen der ersten zwei klinischen Phasen am Menschen zu untersuchen. Der Impfstoffkandidat von PVT könnte gegen Ende 2021 in den Zulassungsprozess kommen.

Mit Herrn Prof. Dr. Peter Kremsner, Leiter einer EU-Impfstoffstudie am Universitätsklinikum Tübingen, haben sich bereits erste renomierte Experten positiv über den polyvalenten COVID-19 Impfstoffkandidaten geäußert. Zudem ist Prof. Kremsner sehr an der Durchführung der klinischen Testung am Uniklinikum Tübingen interessiert und erklärte „Mit dem Impfpfstoffkandidaten der EXIST Ausgründung PVT stärkt die Uni bzw. das Uniklininikum Tübingen ihre Stellung als eines der weltweiten Zentren in der COVID-19-Impfstoffentwicklung“.

Auch international traf das neuartige Impfstoffkonzept auf breite Aufmerksamkeit. So hat ein südostasiatisches Pharmaunternehmen sehr großes Interesse an einer Lizensierung, mit dem Ziel einer großtechnischen Impfstoffproduktion in 2021. Für die Versorgung der deutschen Bevölkerung hat sich das BMWi bereits frühzeitig die lizenzkostenfreie Bereitstellung von Impfstoffdosen bei PVT gesichert.

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