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EY-Startup-Barometer

Datum
13.01.2021

Trotz der Corona-Krise erhielten 2020 mehr deutsche Start-ups frisches Kapital als im Vorjahr: Die Zahl der Finanzierungsrunden stieg um sechs Prozent auf 743 und erreichte damit einen neuen Rekordwert.

Das ist das Ergebnis des Startup-Barometers der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY (Ernst & Young). Berücksichtigt wurden Unternehmen, deren Gründung höchstens zehn Jahre zurückliegt.

Insgesamt gab es deutlich weniger Großdeals im Volumen von 100 Millionen Euro, so dass das Investitionsvolumen relativ stark sank: um 15 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro.

Erneut gab es in Berlin besonders rege Aktivitäten: Die Zahl der Finanzierungsrunden kletterte in der Bundeshauptstadt um 20 Prozent auf 314. Allerdings machte sich auch in Berlin der Mangel an ganz großen Transaktionen bemerkbar: Das Investitionsvolumen verringerte sich um 17 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro. In Bayern lag das Investitionsvolumen hingegen mit 1,51 Milliarden fast auf dem Niveau des Vorjahres (1,55 Milliarden Euro). Die Zahl der Transaktionen lag in Bayern mit 176 Deals um 36 Prozent höher als 2019.

Das deutsche Start-up Ökosystem hat die Corona-Krise insgesamt bislang relativ gut überstanden. Viele Jungunternehmen haben zwar mit massiven Problemen gekämpft, das von vielen befürchtete große „Start-up Sterben“ sei 2020 aber ausgeblieben - auch dank weiter fließender Investorengelder. Allerdings ist es für eine Entwarnung noch zu früh: Denn aufgrund der ausgesetzten Insolvenzanmeldungspflicht ist nicht klar, wie es tatsächlich um die vielen kleinen Unternehmen steht, die nicht im Investorenfokus stehen und womöglich vollständig mit Eigenmitteln finanziert sind.

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