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Finanzierung für europäische Start-ups steigen auf Rekordniveau

Datum
08.10.2018

Das jüngste Start-up-Barometer der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY (Ernst & Young) zeigt Unterschiede zwischen der deutschen und britischen Start-up-Szene.

Noch nie haben europäische Start-ups in einem ersten Halbjahr so viel frisches Kapital erhalten wie in diesem Jahr: Die Mittelzuflüsse stiegen um 27 Prozent auf 10,2 Milliarden Euro. Die Zahl der Finanzierungsrunden legte immerhin um 19 Prozent auf 1.995 zu. Trotz des anstehenden Brexits setzen Kapitalgeber weiter vor allem auf britische Jungunternehmen, die insgesamt 3,1 Milliarden Euro erhielten. Deutschland liegt im Ranking mit 2,4 Milliarden Euro auf dem zweiten Rang, gefolgt von Frankreich mit knapp 2,0 Milliarden Euro. Mit Berlin und München finden sich im Ranking der Städte, auf die das größte Finanzierungsvolumen entfiel, gleich zwei deutsche Städte.

Dabei gibt es auffallende Unterschiede gerade zwischen der britischen und der deutschen Start-up-Szene: In Deutschland fließt weiter besonders viel Geld in E-Commerce-Geschäftsmodelle, während in Großbritannien vor allem junge FinTech- und andere Technologie-Unternehmen hohe Summen erhalten. Von dem aktuellen Investitionsboom in Deutschland und der hohen Investitionsbereitschaft der Kapitalgeber profitierten zuletzt vor allem junge E-Commerce-Unternehmen. Technologie-Start-ups haben es hingegen nach wie vor schwerer, an frisches Kapital zu kommen. EY rechnet aber damit, dass sich Investoren nun verstärkt diesem Segment in Deutschland zuwenden werden.