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KI-Forschung und Start-ups in Deutschland

Datum
17.12.2018

Das Institut der Deutschen Wirtschaft hat die Standorte von Start-ups untersucht, die sich mit Künstlicher Intelligenz beschäftigen - und ihre Nähe zu Forschungseinrichtungen.

er Vergleich von KI-Start-ups und KI-Forschungseinrichtungen zeigt: In den Städten Berlin, München, Hamburg und Karlsruhe übersteigt die große Anzahl der Start-ups deutlich die der Forschungseinrichtungen, während es in Bremen, Dresden und Aachen umgekehrt ist. So bietet beispielsweise die Universität Bremen drei sogenannte Arbeitsgruppen zu KI sowie das Centrum für komplexe Systeme und Visualisierung -, jedoch nur zwei KI-Start-ups.

Die Daten zeigen, dass aktuell in Deutschland zahlreiche KI-Start-ups gegründet werden, ohne eine KI-Forschungseinrichtung in der regionalen Nähe zu haben.

Die regionale Streuung von KI-Start-ups hat dabei Vor- und Nachteile: Zum einen zeigt sich, dass Gründungen auch abseits großer Forschungszentren möglich sind. Auf der anderen Seite können möglicherweise Spillover aus den Forschungseinrichtungen durch räumliche Nähe besser internalisiert werden. Darüber hinaus kann eine höhere Konzentration an einem oder wenigen Standorten die Entwicklung von KI-Start-ups möglicherweise beschleunigen. Es ist davon auszugehen, dass sich in einem Themenfeld mit einer so großen Dynamik wie KI auch dieses Bild zukünftig verschieben kann -zugunsten klarer Zentren oder auch in Richtung noch stärkerer Streuung. Zudem zeigt die Verteilung die Bedeutung der historischen Pfadabhängigkeiten der föderalen Struktur in Deutschland mit dem Resultat, dass Deutschland nicht nur durch ein, sondern viele starke wirtschaftliche Zentren geprägt ist. Die Studie liegt zum Download vor.