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Potsdamer EXIST-gefördertes Start-up „dropnostix“ erschafft „das Internet der Kühe“

Datum
15.02.2021

Die Gründer des Potsdamer Start-ups „dropnostix“ haben Sensoren ausgetüftelt, die frühzeitig Auskunft über Unwohlsein oder Gesundheitsprobleme bei Kühen liefern kann. 500 Kühe sollen nun bundesweit mit ihren Sensoren ausrüsten.

Eigentlich wollten Lars Abraham und Dr. Michael Breitenstein Schwangerschaftstest für Kühe entwickeln. Doch das Ziel war marktwirtschaftlich nicht zu erreichen. Der Anstoß zur Weiterentwicklung kam von den Kunden, also den Landwirten. Sie wünschten sich ein System, das den Tierarzt und das abhorchende Stethoskop simuliert und bei Krankheiten frühzeitig Alarm schlägt.

Den nötigen Rückhalt für das Vorhaben bot die Förderung durch EXIST-Gründerstipendium und den Gründungs- und Transferservice der Universität Potsdam. Das sei „wahrlich ein Segen“ gewesen, da die beiden Gründer sich nun finanziell abgesichert ausschließlich ihrer Idee widmen konnten. Heraus gekommen ist ein in der Fachsprache „Bolus“ genannter zehn Zentimeter langer Behälter, in dem kleine Messinstrumente sitzen. Dieser wird dem Wiederkäuer wie ein Medikament tief in den Rachen gelegt, sodass er per Schluckreflex im Vormagen landet - und dort einige Jahre verbleibt und misst. Die Daten jedes einzelnen Tieres können am Ende per Smartphone abgerufen werden.

Schon in den nächsten Monaten werden 500 Kühe von Bayern bis an die Nordseeküste mit dem System ausgestattet sein. 30 sind es jetzt schon - in der Lehr- und Versuchsanstalt für Tierzucht und Tierhaltung e.V., in Ruhlsdorf/Groß Kreutz. Eine Förderung durch die Deutsche Innovationspartnerschaft Agrar machte es möglich. Die erhobenen Gesundheitsdaten stellen die Bauern dem Unternehmen zur Verfügung. So kann der Algorithmus des Systems kontinuierlich verbessert werden - und damit auch das Wohlergehen der Kühe. Eine Win-Win-Situation.

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