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Auf die Qualität der Gründung kommt es an

Datum
16.07.2018

Mittelstandsforschung Bonn hat den Zusammenhang zwischen Gründungen und Wirtschaftskraft in den Regionen untersucht.

Zeichnet sich eine Region durch eine besonders hohe Anzahl an Gründungen aus, bedeutet dies nicht automatisch, dass sich auch das Wirtschaftswachstum überdurchschnittlich entwickelt. Nach Ansicht der IfM-Wissenschaftler ist daher die landläufige Vorstellung nicht generell zutreffend, nach der ein „Mehr“ an Gründungen per se gut für die wirtschaftliche Entwicklung einer Region sei. Zwar zeigte die Datenauswertung, dass es sowohl Kreise gibt, in denen ein aktives Gründungsgeschehen mit einem hohen Wachstum bzw. wenige Gründungen mit niedrigem Wachstum einhergehen. Zugleich gibt es aber auch zahlreiche Regionen, in denen das Wachstum trotz regem Gründungsgeschehen dauerhaft unterdurchschnittlich bleibt. Ebenso finden sich aber auch Kreise, die trotz geringer Start-up-Raten wirtschaftlich sehr gut dastehen.

Aus diesem Grund ist nach Ansicht der IfM-Wissenschaftler eine intensiv betriebene Gründungspolitik, die nicht die Qualität der Neugründungen berücksichtigt, kritisch zu sehen. Stattdessen empfiehlt das Institut für Mittelstandsforschung, wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen zu schaffen, gut ausgebaute Infrastruktur und personell gut ausgestattete Verwaltungen, die die Anträge der Unternehmen zeitnah bearbeiten. Die Studie liegt als Download vor.