Navigationsbereich

Sie befinden sich hier:

Vier EXIST-Teams beim Gründerwettbewerb – Digitale Innovationen ausgezeichnet

Datum
24.09.2019

Mit Künstlicher Intelligenz das Energiemanagement verbessern, das Smartphone als virtuelles Schnittmuster beim Nähen verwenden oder mit einer digitalisierten Prozesskette Menschenleben retten: Dies ist nur ein Auszug der einzigartigen Ideen, mit denen die Start-ups die Jury des Gründerwettbewerbs – Digitale Innovationen überzeugen konnten.

In Kooperation mit dem Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) und den VDI Nachrichten zeichnete das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) die Preisträgerteams auf der EMO in Hannover aus.

Es wurden Preisgelder in Höhe von über 300.000 Euro an insgesamt 21 Start-ups aus der Digitalbranche vergeben: Sechs Teams wurden mit einem mit 32.000 Euro dotierten Hauptreis ausgezeichnet, 15 Gründerteams erhielten Preisgelder in Höhe von je 7.000 Euro. Zusätzlich wurde der Sonderpreis „Digitalisierung in der Produktion“ vergeben, der mit 10.000 Euro dotiert ist. Neben den Preisgeldern profitieren die PreisträgerInnen von individuellem Coaching sowie Mentoring durch das ExpertInnen-Netzwerk des Gründerwettbewerbs.

Von den sechs Hauptpreisträgerteams durfte sich das Start-up etalytics aus Darmstadt gleich doppelt freuen: Zusätzlich zum Hauptpreis wurde es mit dem Sonderpreis „Digitalisierung in der Produktion“ ausgezeichnet.

  • etalytics unterstützt mit seiner KI-basierten Cloud-Software Industrieunternehmen dabei, ihr Energiemanagement nachhaltiger auszurichten und damit Energiekosten zu senken.

Von den fünf weiteren Hauptpreisträgerteams wurden vier mit EXIST gefördert:

  • qbound wurde mit EXIST-Gründerstipendium gefördert und bietet eine innovative Access Management-Lösung für den Zugriff auf Applikationen, Cloud-Services und Geräte im Internet der Dinge (IoT) an, die sicherer und benutzerfreundlicher ist als herkömmliche VPN- und Firewall-Systeme.
  • Mit der Augmented-Reality-App Pattarina des gleichnamigen EXIST-geförderten Start-ups der BTU Cottbus können HobbynäherInnen Schnittmuster nun direkt vom Smartphone auf Stoff übertragen.
  • Das selbstlernende Assistenzsystem des Dresdner Start-ups Peerox hat zum Ziel, den Erfahrungsaustausch unter BedienerInnen von Maschinen zu verbessern. Nach dem Learning-by-Doing-Prinzip unterstützt das System als virtueller, mitlernender Kollege die BedienerInnen mit Ratschlägen im Produktionsalltag. Die Ausgründung des Fraunhofer-Instituts für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV erhält zurzeit EXIST-Forschungstransfer.
  • Das Start-up PerAGraft der RWTH Aachen verringert die Wartezeit auf maßgeschneiderte Blutgefäßprothesen, die für Aneurysma-PatientInnen lebensrettend sind, von bis zu acht Wochen auf nur fünf Tage. Möglich macht das eine durchgängig digitale Prozesskette auf Basis von Computertomografie-Aufnahmen der PatientInnen. Auch PerAGraft wird derzeit über EXIST-Forschungstransfer gefördert.

Mit dem vom (nicht durch EXIST geförderten) Bochumer Start-up sentin entwickelten Assistenzsystem sentin.ai vision wird eine Bildprüfung sicherheitskritischer Bauteile oder Produkte auf Fehler mithilfe von Künstlicher Intelligenz möglich. Ob eine Abweichung von der Norm noch tolerabel oder bereits als Fehler zu bewerten ist, lernt das System selbständig auf Basis vorhandener Prüfbilder.

Seite empfehlen: