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Start für die „Bio-Agenda“

Datum
06.12.2018

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und das BMWi starteten mit einem Expertengespräch die Erarbeitung der „Bio-Agenda“.

„Von der Biologie zur Innovation“ - Unter diesem Titel diskutierten Bundesforschungsministerin Anja Karliczek und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier mit namhaften Expertinnen und Experten. Gemeinsam sollen wichtige Inhalte für die sogenannte „Bio-Agenda“ erarbeitet werden. Mit der Agenda will die Bundesregierung dazu beitragen, dass mehr biologische Ressourcen, Prinzipien und Verfahren in industriellen Prozessen und Verfahren genutzt werden. Mit der „Bio-Agenda“ werden auch globale Herausforderungen unserer Zeit - von der Ressourcenknappheit bis hin zur Bekämpfung von Volkskrankheiten - angegangen.

Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung, betont: „Biologische Materialien und Verfahren sind schon präsenter als viele denken. In der Industrie und im Alltag werden sie bereits vielfältig genutzt. Etwa Plastik aus Maisstärke, das schnell abbaubar ist. Die Biologisierung der Wirtschaft steckt noch in den Kinderschuhen. Mit der „Bio-Agenda“ unterstützen wir die Erschließung des enormen Potenzials der Biologie weiter. Dazu fördern wir die Zusammenarbeit von Lebens- und Technikwissenschaften und unterstützen den Technologietransfer. Unsere Zukunft ist Bio. Deshalb bündeln wir Forschung und Transfer für eine nachhaltige und zukunftsfähige Wirtschaft und bringen Wissenschaft, Industrie und Zivilgesellschaft zu diesem wichtigen Thema zusammen."

Peter Altmaier, Bundesminister für Wirtschaft und Energie hebt hervor: "Nach der Digitalisierung wird die Biologisierung der Wirtschaft den nächsten großen Wachstums- und Innovationszyklus einleiten. Sie leistet wesentliche Beiträge u.a. zum Klimaschutz, zur Ressourceneffizienz und zur medizinischen Versorgung der Menschen. Sie wird die Wirtschaft -über alle Branchen hinweg -in ihrer gesamten Breite erfassen. Ich bin davon überzeugt, dass das Thema „Biologisierung der Wirtschaft“ ein Aufbruchs- und Modernitätsthema wird."

Die Agenda soll auf existierenden Strategien und Maßnahmen aufbauen, sie vernetzen und weiterentwickeln. Neben der Forschungsförderung spielen der Transfer in die Praxis und die Einbindung der Gesellschaft eine wichtige Rolle. Im Sommer 2019 sollen die Eckpunkte der „Bio-Agenda“ vom Kabinett verabschiedet werden.