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BMBF fördert Forschung zu nachhaltiger Bioproduktion

Datum
11.09.2021

Viele Gegenstände, die wir im Alltag benutzen, sind Erdölprodukte. Sie gelten als umweltbelastend und wenig nachhaltig. Eine ökologische Alternative bietet die Bioökonomie, deren Produktionskonzept auf der Nutzung nachwachsender Rohstoffe beruht. Mit diesem Thema befasst sich ein Forschungsprojekt der Technischen Hochschule Mittelhessen.

Prof. Dr. Dirk Holtmann vom Gießener Institut für Bioverfahrenstechnik und Pharmazeutische Technologie arbeitet dabei mit Phytowelt GreenTechnologies aus Köln zusammen. Ziel ist die Prozessentwicklung für die biotechnologische Terpenproduktion. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Projekt mit 640.000 Euro. Der Bedarf an Terpenen ist hoch und in der Natur kommen sie selten vor.

„Deshalb brauchen wir neue biotechnologische Produktionsverfahren sowie kostengünstige und auch im großtechnischen Maßstab leicht implementierbare Produktions- und Aufreinigungsverfahren,“ erläutert Holtmann. „Die Verfügbarkeit optimierter Technologien wird auch die Produktion neuer geringpreisiger Produkte ermöglichen.“ Die biotechnologische Produktion ist ressourcenschonend, weil sie fossile Rohstoffe ersetzt und stattdessen biobasierte Rest- und Abfallstoffe nutzt.

Ergebnisse eines Vorgängerprojekts deuten darauf hin, dass sich der Bakterienstamm Cupriavidus necator für die Produktion von Terpenoiden sehr gut eignet und auch eine industrielle Nutzung vielversprechend ist. Die Partner wollen auf dieser Basis ein Produktionssystem für das Terpen Humulen entwickeln. Humulen ist eine Aromaverbindung, die auch pharmakologisch interessant ist und zum Beispiel in Hopfen und der Cannabispflanze natürlich vorkommt.

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