Symbolbild Förderprogramme

© Adobe Stock

In einer gemeinsamen Pressemitteilung des Bundesministeriums der Finanzen und des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz erklärt die Regierung die Bestrebung, mehr privates Kapital und Großinvestoren für Wachstumsinvestitionen in Deutschland zu gewinnen. Zu den Investitionen aus der freien Wirtschaft geht es zudem um weitere 1,75 Milliarden Euro aus dem Zukunftsfonds und ERP-Sondervermögen für Technologie- und Innovationsentwicklungen. Insgesamt sollen aus öffentlichen und privaten Mitteln mindestens 3,5 Milliarden Euro bereitgestellt werden.

Ein Expertengremium, das die staatliche Förderbank KfW zusammenstellt, soll ein Konzept für bessere Rahmenbedingungen für junge Technologiefirmen entwickeln. Der Chef der KfW bestätigte die Ankündigung: „Nach dem Vorbild der französischen Tibi-Initiative prüfen wir mit der deutschen Finanzwirtschaft, welche Maßnahmen sinnvoll wären, um Wachstumsfinanzierung als Assetklasse in Deutschland weiterzuentwickeln“, so Stefan Wintels.

Als deutsches Äquivalent zur französischen Tibi-Initiative soll die sogennante WIN-Initiative entworfen werden (Initiative für Wagnis- und Wachstumskapital für Deutschland).

Bundeswirtschaftsminister Habeck erklärt dies folgendermaßen: „Innovative Start-ups, die in Zukunftstechnologien investieren, können wir jetzt noch besser unterstützen. Mit Mitteln aus dem Zukunftsfonds wollen wir jungen Unternehmen in Deutschland helfen, sich auf dem Weltmarkt zu etablieren. Wir stärken damit den Innovations- und Start-up-Standort Deutschland und Zukunftstechnologien wie die Künstliche Intelligenz. Mit unseren Investitionen hebeln wir weiteres privates Kapital: Zu den 1,75 Milliarden Euro an öffentlichen Mitteln, die wir investieren, kommt mindestens der gleiche Betrag an privaten Mitteln hinzu. Damit sprechen wir von einem Gesamtvolumen an öffentlichen und privaten Mitteln von mindestens 3,5 Milliarden Euro, die zusätzlich für Investitionen in den deutschen Wagniskapitalmarkt bereitstehen.“

Die Aufteilung der Investitionen soll wie folgt gestaltet werden:

  • 850 Millionen Euro soll KfW Capital gemeinsam mit privaten Venture Capital-Fonds für Direktinvestitionen in junge Start-ups in innovativen Technologiebereichen einsetzen. Die Unternehmen sollen auf ihrem kapitalintensiven Wachstumspfad so unterstützt werden, dass sie sich auf dem Weltmarkt behaupten können und den Standort Deutschland zukunftsfest machen.
  • Bis zu 500 Millionen Euro sind als deutscher Beitrag zur Stärkung der Exit-Finanzierung europäischer Tech-Champions vorgesehen. Gemeinsam mit unseren europäischen Partnern ist der Aufbau einer europäischen Exit-Initiative vorgesehen. Hiermit soll der Grundstein gelegt werden, dass erfolgreiche deutsche und europäische Start-ups für Exits nicht in außereuropäische Märkte ausweichen müssen.
  • 200 Millionen Euro sollen KfW Capital für eine Fortsetzung des erfolgreich angelaufenen Wachstumsfonds Deutschland zur Verfügung gestellt werden. Es gilt das Erfolgsmodell des Wachstumsfonds zu verstetigen und weiteres Kapital institutioneller Anleger zu mobilisieren.
  • 200 Millionen Euro sind für Investitionen von KfW Capital in sog. Impact Venture Capital-Fonds vorgesehen, die zusätzlich zur finanziellen Rendite auf eine messbare positive, soziale oder ökologische Wirkung abzielen. Hiermit soll das neue Marktsegment des Impact Investing gezielt unterstützt werden.

Weitere Information und Quelle:

www.bmwk.de